Die Fußball-Altmark schaut am Wochenende nach Krevese. Dort möchte der gastgebende KSV nach mehreren Anläufen den Titel in der Landesklasse, Staffel I, perfekt machen.

Von Uwe Meyer

Stendal l Ein Punkt reicht der Hansens-Elf, um das Ziel zu ereichen. Doch das scheint ein schweres Unterfangen zu sein. Die Kreveser standen vor zwei Wochen nur Sekunden vor der Meisterschaft. Daraus scheint nun eine halbe Ewigkeit zu werden oder kann sogar noch in einem Fiasko enden.

Der Gegner auf dem Gänseberg ist der unmittelbare Verfolger Medizin Uchtspringe. Die Truppe von Trainer Jörn Schulz hat in den letzten Wochen eine kleine Aufholjagd gestartet und dürfte nach dem letzten Erfolg gegen Goldbeck noch mehr Selbstvertrauen haben. Sechs Zähler und vier Tore in zwei noch ausstehenden Spielen müssen die Mediziner aufholen. Das klingt auf den ersten Blick gewaltig. Doch gewinnen die Uchtspringer das Match, ist am letzten Spieltag alles möglich. Dann empfängt Medizin Liesten, während Krevese mit Goldbeck einen dicken Brocken vor Augen hat. Trotzdem hat Krevese alles selbst in der Hand. Den Kiebach, Thiede und Co. reicht schon ein Remis vor sicher einem enthusiastischen heimischen Publikum. Sie müssen nur ihre Torchancen reinmachen. Beide Teams haben sich in dieser Spielzeit schon zweimal in Uchtspringe getroffen. Krevese gewann die Altmarkpokalbegegnung 3:0. Im Hinspiel hatte Medizin mit 1:0 die Nase vorn.

Alle anderen Spiele in dieser Staffel haben nur noch statistischen Wert. Die drei Absteiger stehen mit Kalbe, Haldensleben II und Diesdorf bereits fest.

In den kreislichen Ligen ist die Spannung besonders auf den Abstiegskampf gerichtet. Aber der Kreismeister wird auch noch in der Kreisoberliga gesucht und die Bestätigung der Dobberkauer, ob sie das Aufstiegsrecht wahrnehmen. Krüden/Groß und Dobberkau ringen um Platz eins in der höchsten kreislichen Liga. Dabei hat der SV nach dem Dreier im Nachholspiel gegen Seehausen die besseren Karten, zumal Krüden/Groß Garz noch beide Partien zu Hause austrägt. Gegner heute ist Schönhausen. Dobberkau erwartet die Spielgemeinschaft Kamern/Havelwinkel Warnau II.

Im Abstiegskampf hat sich seit letzter Woche das Blatt gewendet. Goldbeck II hat durch einen Erfolg bei Klietz die rote Laterne an Wahrburg weiter gegeben. Ein Zünglein an der Waage ist Lüderitz.

Die Eintracht empfängt diese Woche die Blau-Gelbe-Reserve und ist am letzten Spieltag zu Gast in Wahrburg. Da Lüderitz zuletzt keine Bäume ausriss, hat Goldbeck II gute Chancen, was mit zu nehmen. Wahrburg hat neben Lüderitz diese Woche ein weiteres Heimmatch gegen Wust. Die Traktoristen sind seit dem Erreichen des Klassenverbleibs aufgetaut und werden bei den Randstendalern sicher befreit aufspielen. TuS muss seine Nerven in den Griff bekommen und vor allem seine Fehlerquote in der Abwehr minimieren.

In der Kreisliga kann Schinne nach Osterburg und Krevese II den Aufstieg eintüten. Doch es steht der Nachbar aus Kläden im Weg, der zuletzt schon Krevese II und Eintracht Verfolger Tangerhütte II auswärts ärgerte. Siegt die Teichert-Elf, ist alles klar. Ein Remis könnte auch schon reichen.

Gewinnt Tangerhütte II in Schollene und setzt die Eintracht das Derby in den Sand, kommt es am letzten Spieltag im direkten Duell zum Show down.

Im Tabellenkeller hat sich Arneburg II durch das 2:1 im Nachholmatch in Schollene fast gerettet. So kämpfen Gladigau, Post Stendal und Havelberg II um den Verbleib in der Liga.