Rochau l In der Frauenfußball Altmark-Wendland-Liga hat es zwischen der SG Rochau/Arneburg und dem FSV Havelberg ein 3:3 gegeben.

Die Startphase gehörte klar den Gastgeberinnen. Einen Schuss von Nadja Walczak ließ Havelbergs Torfrau Siw Lüpke fast durchrutschen. Die Kugel sprang an den Pfosten und von da der Keeperin in die Arme. Die sehr agile Nadja Walczak war auch Ausgangspunkt des Führungstreffers Für die SG. Die Vorarbeit verwertete Stephanie Rittermann nach 14 Minuten zum 1:0. Zwei Minute später stand Rittermann erneut goldrichtig. Diesmal hatte Danila Riep von Außen reingepasst, sodass sie nur den Fuß hinhalten brauchte. Von den Gästen gab es eine halbe Stunde nichts zu sehen.

Die erste Möglichkeit des FSV entstand nach einer Ecke, die sich das Heimteam fast ins eigene Netz gelegt hätte. Nach 28 Minuten hieß es 3:0. Ein Mißverständnis zwischen Janine Gelewski und Torfrau Lüpke nutzte Danila Riep. Nach diesem Gegentreffer war Havelberg plötzlich wach. Mit einem satten Schuss in den Winkel markierte Fabienne Hamel das 1:3 aus Gästesicht. Nun kamen die Gastgeberinnen ins Schwitzen. Hamel scheiterte mit dem nächsten Angriff an Torfrau Saskia Kleinecke. Und eine weitere Minute später vergab Josepha Wagner die nächste Gelegenheit.

So blieb es erstmal bei der 3:1-Pausenführung für die Spielgemeinschaft. Der zweite Abschnitt begann sehr zäh. So gab es erstmal Unterhaltung anderer Art. Schiedsrichter Maik Sturm musste zweimal unterbrechen. Zunächst lief ein Kind auf den Platz. Anschließend machten sich abrückende Feuerwehrleute einen Spaß und flitzten über den Rochauer Sportplatz. Nach einer Stunde gab es den nächsten Aufreger im Spiel. Nadja Walczak wurde von ihrer Havelberger Gegenspielerin regelrecht umgefällt. Folgerichtig zeigte Schiri Sturm auf den Punkt. Kathrin Dümichen packte sich die Kugel zurecht und schoss sie am Torwinkel vorbei.

Mit zunehmender Spielzeit bekam Havelberg immer mehr Oberwasser. Verhinderte Saskia Kleinecke noch bei einem Schuss von Fabienne Hamel den Anschluss, war sie kurze Zeit später völlig machtlos. Charleene Krumm zog aus gut 20 Metern flach ab. Das Spielobjekt zischte kurz über der Grasnarbe in die untere linke Eck.

Im Schlussgang wurden die letzten Kräfte mobilisiert. Doreen Nilson vergab für die Heimelf die mögliche Entscheidung. Auf der Gegenseite verfehlte Josepha Wagner nur knapp das Tor.

In den letzten fünf Minuten riskierte Havelberg alles. Saskia Kleinecke hielt stark gegen Fabienne Hamel. Doch mit der letzten Aktion fiel der verdiente Ausgleichstreffer. Einen Freistoß von Josepha Wagner vollendete Janine Gelewski per leichter Kopfballberührung zum 3:3.

Rochau/Arneburg: Kleinecke - Schulz, Liebrecht, Rählert, Nilson, Richter, Rittermann, Riep, Dümichen, Altmann, Walczak, (Hundt, Helmke, Pohlers)

Havelberg: Lüpke - Fritze, Schröder, Mahlzahn, Schulze, Glaser, Rollenhagen, Gelewski, Hamel, Liban, Krumm, (Wagner, Prehm).

Torfolge: 1:0, 2:0 Stephanie Rittermann (14., 16.), 3:0 Danila Riep (28.), 3:1 Fabienne Hamel (30.), 3:2 Charleene Krumm (67.), 3:3 Janine Gelewski (89.). Besonderes Vorkommnis: Kathrin Dümichen (SG) schießt Elfmeter am Tor vorbei.