In der I. Hauptrunde des Fußball-Landespokalwettbewerbs hat Landesligist Saxonia Tangermünde am Freitagabend 1:6 (1:3) auf eigenem Platz gegen den Regionalligisten 1. FC Magdeburg verloren.

Tangermünde l Am Ende gab es überall fast nur strahlende Gesichter.

Die Mannschaft von Saxonia Tangermünde freute sich, dass sie obwohl 75 Minuten in Unterzahl spielend, das Ergebnis in Grenzen hielt. Der FCM kam locker ein Runde weiter und der Tangermünder Verein durfte sich über 1100 Zuschauer freuen.

Es wären sicher noch mehr gekommen, hätte das Spiel nicht bei Dauerregen stattgefunden. Da blieb der eine oder andere doch lieber daheim.

Die, die gekommen waren, wurden gut unterhalten. Die drei Klassen höher spielende Mannschaft des 1. FCM machte sofort nach Anpfiff Druck. René Lange (3.) traf den Pfosten und bei einer Aktion von Marius Adrian Sowisio zeigte Ingo Arndt im Saxonia-Tor eine glänzende Leistung, die ihn im Verlauf des Spiels zu weiteren Großtaten anstacheln sollte.

Der Favorit drückte jedoch bei strömenden Regen weiter auf die Tube. Ein Kopfball von Christian Beck ging knapp drüber (11.) und wenig später rettete Saxonias Michael Fraaß auf der Linie - regulär (14.).

Wenig später passierte aus Sicht des Gastgebers das Unheil. Christoph Miedreich rettete auf der Linie mit der Hand (15.). Schiri Sven Tuchen sah die Szene nicht richtig, war sich unsicher. Erst nach Beschwerden der Magdeburger befragte er seinen Assistenten. Dann gab es die richtige Entscheidung. Rot gegen Miedreich ("Das war ein Reflex") und Handelfmeter: Nico Hamman schoss, Arndt hielt, aber der Magdeburger war im Nachschuss erfolgreich.

Tangermünde, der krasse Außenseiter, spielte fortan in Unterzahl. Magdeburg nutzte die Verwirrung und legte durch Kevin Kruschke schnell nach - 0:2 (22.). Saxonia fing sich jedoch.

Als FCM-Keeper Jan Glinker den Ball außerhalb des Strafraums aufnahm, gab es Freistoß. Saxonia-Kapitän Marcel Werner schoss unter den Jubel der Fans zum 1:2 ein. Der Ehrentreffer war geglückt. Bis zur Pause stellte der FCM durch Marius Adrian Sowislo den alten Abstand wieder her.

Nach dem Wechsel ähnelten sich die Szene. Magdeburg hatte jede Menge Ballbesitz, griff an und kreierte Chancen. Entweder vergaben sie die Möglichkeiten leichtfertig oder scheiterten am überragende Arndt, der sich in einen Rausch spielte. Unter tosenden Beifall wurde er in der 66. Minute für Dave Kuß, der sich seine Einsatzchance durch gute Trainingsleistung verdient hatte, ausgewechselt. Arndt: "Ich hätte nie geglaubt, dass wir bis jetzt nur 1:4 hinten liegen. Wir haben unser Ehrentor geschossen, und was für ein schönes.

Bis zur 90. Minute war der FCM noch dreimal erfolgreich und siegte 6:1. Am Ende waren trotz strömenden Regens alle zufrieden.

Nur Miedreich ("Jetzt bin ich für das Punktspiel in Bismark auch noch gesperrt") hätte sich das Spiel sicher etwas anders vorgestellt.

Weitere Bilder vom Spiel unter: www.volksstimme.de/sport/lokalsport/stendal

   

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