Der RSV Stendal 07 ist bei vielen nationalen und internationalen Turnieren erfolgreich. Das Ringen blickt auf eine über 60-jährige Tradition in der Hansestadt zurück. Die Volksstimme-Sportredaktion sprach mit dem Vereinsvorsitzenden Björn Buchhorn.

Volksstimme: Herr Buchhorn, seit wann sind Sie der Vorsitzender des RSV Stendal 07?

Björn Buchhorn: 1991 wurde ich zum Leiter der Abteilung Ringen des ESV Lok Stendal gewählt. Der Ringkampfsport wurde 2007 selbstständig. Seitdem hat man mir das Vertrauen gegeben.

Was fasziniert Sie am Ringen?

Schon mit fünf Jahren war ich als Sportler im Verein aktiv. Diese Zeit mit zahlreichen verschiedenen Eindrücken hat mich sicherlich geprägt und bis heute nicht mehr los gelassen.

Welche Ziele verfolgt der Verein?

Wir möchten vielen Menschen in Stendal und der Umgebung in allen Altersbereichen die Möglichkeit geben, sich im Verein sich sportlich zu betätigen. Ein gemeinsames Miteinander, Fairness sowie Spaß an körperlicher Bewegung, aber auch Disziplin sind Werte, die wir unseren Sportlern vermitteln.

Wie viele Sportlerinnen und Sportler trainieren beim RSV Stendal 07?

Es treiben etwa 100 Sportler in sechs Trainingsgruppen und im Fitnessbereich verteilt über die Woche in unserem Verein Sport.

Worauf wird besonderer Wert im Training gelegt?

Neben der Integration, die einen hohen Stellenwert in unserem Verein einnimmt, sind Kraft, Ausdauer, Technik und Beweglichkeit wichtige Schwerpunkte in unserem Leistungsstützpunkt. Auf diese Weise wollen wir weiterhin im Landesmaßstab erfolgreich zu bleiben.

Sie richten jährlich den Rolandpokal als Nachwuchsturnier aus. Was motiviert den Verein dazu?

Zu einem wollen wir unsere Sportart populärer machen. Gleichzeitig möchten wir auch andere Vereine zu uns in die Rolandstadt holen, um sich im sportlichen Wettkampf messen zu können. Hierdurch merken wir immer wieder, dass das Interesse an der Sportart Ringen wächst.

Mittlerweile verfügt der RSV Stendal 07 über eine eigene Mattenhalle in der Erich-Weinert-Straße. Wie zufrieden sind Sie mit den Trainingsbedingungen?

Seitdem ich denken kann, haben wir aktuell die besten Bedingungen für unseren Verein. Das zahlt sich auch in den Leistungen der Sportler aus. Dabei möchte ich in erster Linie nicht vergessen, die Stadt Stendal zu erwähnen. Nur gemeinsam konnte eine solche Trainingsstätte aufgebaut werden. Aber auch dank vieler Sponsoren und der Unterstützung durch den KSB war die Umsetzung dieses Projekts erst möglich geworden.

Warum führt der Verein jedes Jahr zwei Ferienfreizeiten durch?

Neben dem Training und dem Erbringen von Leistung gehören auch Freizeit und Erholung zu den Aufgaben unseres Vereins. Für viele Sportler sind die Ferienfreizeiten oft die einzigen Möglichkeiten, im Jahr zu vereisen. Aus diesen Gründen sind unsere ehrenamtlichen Trainer bereit, ein Teil ihres eigenen Erholungsurlaubs aufzubringen, um auch außerhalb der Matte den Zusammenhalt der Sportler zu fördern. Ohne ihren Einsatz wäre dies nicht möglich.

Worauf sind Sie bei Ihrer Arbeit besonders stolz?

Auf die sportlichen Erfolge. Viel bedeutet mir die gute Resonanz von anderen Vereinen bei der Ausrichtung von Wettkämpfen auf höchstem Niveau. Neben dem Rolandpokal haben wir auch schon mehrere Landes- und sogar Mitteldeutsche Meisterschaften veranstaltet. Der Zusammenhalt aller Mitglieder und Angehörigen bei den Aktivitäten des RSV Stendal 07 macht mich auch sehr glücklich.

Wo sehen Sie persönlich den RSV Stendal 07 in zehn Jahren?

Das größte Ziel ist und bleibt weiterhin eine Stabilisierung und Steigerung unserer Mitgliederzahlen. Wir wollen Sportler langfristig an den Verein binden, um sie nach Möglichkeit für die Nachwuchsarbeit heranzuziehen. Im Bereich des Kinder- und Jugendringens müssen wir regelmäßig wie bisher an den Landesmeisterschaften und zusätzlich an den Landesmannschaftsmeisterschaften teilnehmen. So wird es möglich, eine eigene Männermannschaft in der Zukunft für den Ligabetrieb zusammen zu stellen. Aber auch weitere Erfolge bei Deutschen Meisterschaften und auch mögliche Einsätze Stendaler Ringer an internationalen Vergleichen als Bundeskader halte ich für möglich. fko