In der 2. Runde des Landespokalwettbewerbs sind die Kicker von Verbandsligist Lok Stendal gestern ausgeschieden. Oberligist Askania Bernburg benötigte allerdings ein Elfmeterschießen, um die Altmärker aus dem Wettbewerb zu werfen.

Stendal l Eine Überraschung erlebten die knapp über 300 Zuschauer bereits vor dem Pokalmatch, denn unter den sich aufwärmenden Lok-Kickern befand sich auch ein alter Bekannter.

Der Franzose Ouzmane Dhiako war lange Zeit auf der Suche nach einem anderen Verein, fand jedoch keinen und war seit Freitag wieder am Hölzchen. Da er gar nicht bei Lok abgemeldet war, war er spielberechtigt und kam in der zweiten Hälfte des Cupspiels zum Einsatz.

In die Begegnung gingen die Neu-Oberligisten aus Bernburg als Favoriten. Diese Stellung wollten sie von Beginn an auch untermauern und Torchancen kreieren. In der 13. Spielminute rettete Lok-Keeper Brian Giebichenstein gegen Felix Teichert.

Lok spielte, sehr gut eingestellt, geschickt mit und besaß durch Kühn, Groß, Instenberg und Sommermeyer noch in Hälfte eins selbst gute Möglichkeiten, die aber nicht genutzt wurden.

Die Gäste hatten auch in der zweiten Spielhälfte ein wenig mehr vom Spiel, doch gute Torchancen für sie waren weiterhin Mangelware. In der Offensive leisteten sie sich entschieden zu viele Fehlpässe. Die taktisch weiterhin geschickt operierenden Altmärker besaßen erneut die besseren Möglichkeiten (Buschke, Erdmann, Instenberg), doch auch sie versäumten es, den entscheidenden Treffer zu erzielen. So stand es nach 90 Minuten 0:0 und es ging in die Verlängerung.

Nach 97 Minuten jubelte der Stendaler Anhang, aber vergeblich. Ein Treffer von Ouzmane wurde wegen einer Abseitsstellung nicht anerkannt.

In der zweiten Hälfte der Verlängerung waren es die Gäste, die das erste Tor in diesem Spiel markierten. Lok-Keeper Giebichenstein parierte einen Ball. Das abgewehrte Leder kam zum einschussbereiten Alexander Naumann, der das 0:1 erzielte (107.).

Das Lok-Team zeigte Moral und Offensivgeist, das wurde in der allerletzten Minute der Verlängerung auch belohnt. Vincent Kühn bekam auf der linken Seite das Leder, lief vier Schritte nach innen und zog aus 24 Metern ab. Ein Strich - und es hieß 1:1.

Im fälligen Elfmeterschießen wurde der Schuss von Benedikt Nellessen pariert. Bernburg kam weiter, doch Lok scheidet erhobenen Hauptes aus dem Wettbewerb.

Stendal: Giebichenstein - Gebauer, Sommermeyer, N. Breda, Groß, Guhla (71. Ouzmane), Erdmann, Instenberg, Kühn, Nellessen, Buschke (84. L. Breda).

Zuschauer: 307, Schiedsrichter: Falk Warnecke (Magdeburg), Torfolge: 0:1 Naumann (107.), 1:1 Kühn (120.), TF Elfmeterschießen: 1:2 Dillgen, 2:2 Groß, 2:3 Schmidt, 3:3 Sommermeyer, 3:4 Naumann, 3:4 Nellessen-Schuss wird gehalten, 3:5 Bauer, 4:5 Kühn, 4:6 Wegener.

Lok verpasst Pokalüberraschung

Stendal. Erst im Elfmeterschießen musste sich am Sonntag Lok Stendal gegen den Oberligisten Askania Bernburg geschlagen geben.