Zwei Zähler in zwei Punktspielen und ein frühzeitiges Ausscheiden aus dem Landespokalwettbewerb. Man könnte den Beginn der Pflichtspielserie 2014/15 für die Kicker von Lok Stendal auch mit einem negativen Anstrich versehen. Das aber wäre falsch.

Stendal l Die Leistung in der nach Elfmeterschießen verlorenen Cup-Begegnung gegen Oberligist Askania Bernburg hat insgesamt gestimmt. "Meine Mannschaft hat ein ordentliches Spiel abgeliefert. Wir haben wenig Fehler gemacht. Allerdings waren das Passspiel und auch das Tempo in der Offensive oft nicht gut genug", resümierte Stendals stets auch kritischer Trainer Sven Körner, der allerdings auch darauf aufmerksam machte, dass Lok mit einer Mannschaft auftrat, die im Durchschnitt gerade einmal 22 Jahre jung war.

Die beiden auf der linken Seite agierenden Nils Breda und Niclas Buschke brachten mit ihren jeweils 18 Jahren ihr Können bereits sehr gut ein. Breda hat sich besonders in der Defensivarbeit sehr gut entwickelt, während Buschke die Bernburger Defensive ordentlich beschäftigte.

"Wollen Ouzmane eine Perspektive bieten"

Die große Überraschung der Partie war natürlich das Mitwirken eines verloren geglaubten Sohnes, des Franzosen mit afrikanischem Hintergrund namens Ouzmane Dhiako.

Der war nach vergeblichem Anklopfen bei anderen Vereinen am Freitagabend beim Training wieder am Stendaler Hölzchen zu finden.

Hat er eine Perspektive bei Lok? "Mit dem Mitwirken im Pokalspiel gegen Bernburg hat Ouzmane sich bei uns festgespielt. In jedem Fall wird er bis mindestens zur Winterpause bei uns mitwirken. Wir sind uns einig, dass wir ihm darüber hinaus eine Perspektive bieten wollen. Das muss er allerdings wollen. Einzig und allein nur Fußball bei Lok spielen wollen, das geht nicht. Er wird zum Beispiel Deutschkurse belegen und auch arbeiten müssen", betont Coach Körner.

Die Lok-Elf hat nach dem wegen der Verlängerung und dem Elfmeterschießen besonders schlauchenden Pokalspiel am gestrigen Abend kein Training absolviert. Die Mannschaft bereitet sich heute sowie Donnerstag und Freitag auf das nächste Punktspiel vor. Das führt sie am Sonnabend zu IMO Merseburg. Der Gastgeber hat sich in der Sommerpause personell verstärkt, ist sehr gut in die Pflichtspielserie gestartet. Bei Lok sind dann Philipp Grempler und Steven Schubert wieder mit dabei.