Der Countdown läuft. Am Sonnabend empfängt der Kreveser SV im Fußball-Landespokal den Regionalligist 1. FC Magdeburg. Die Vorfreude bei allen Beteiligten ist spürbar.

Osterburg/Krevese l "Ich denke im Großen und Ganzen jeden Tag an dieses Spiel. Es ist ja nicht so, dass man jedes Jahr gegen so einen großen Verein spielen darf", sagt Kreveses Torhüter Björn Diezel und spricht damit wohl fast jedem seiner Mitspieler aus der Seele. Viele stehen nur wenige Tage vor dem Höhepunkt ihrer Karriere. Wenn Benjamin Petri am Sonnabend um 15 Uhr die Zweitrundenpartie zwischen dem frischgebackenen Landesligisten und dem Europapokalsieger von 1974 freigibt, sollen die Spieler vor allem eines: Die Partie genießen.

"Ich habe keine Angst, dass wir uns blamieren, weil das Ergebnis für mich zweitrangig ist. Man geht ja nicht davon aus, dass man eine Runde weiterkommt. Wichtig ist, dass wir engagiert auftreten und das Drumherum stimmt. Wenn es am Ende nicht zweistellig wird, wäre das völlig in Ordnung", blickt Trainer Holm Hansens voraus. Nach vielen erfolgreichen Spielzeiten bekommt das Jahr 2014 sicherlich einen Ehrenplatz in der Vereinshistorie. "Für mich ist es der Höhepunkt meiner Laufbahn", ordnet Hansens nach dem Aufstieg und dem großen Pokallos ein.

Auf dem Rasen wollen sich die Kicker vom Gänseberg ordentlich verkaufen: "Wir werden sicherlich keinen Hurrafußball zelebrieren, sondern kompakt stehen, um so lange wie möglich das Ergebnis in Grenzen zu halten. Mit ein bisschen Glück können wir vielleicht ein Tor machen", hofft Hansens.

Neben dem organisatorischen Mammutprogramm im Vorfeld dürfte dem Trainer vor allem die Frage nach der Aufstellung Sorgenfalten ins Gesicht treiben. "Einerseits ist ein Pflichtspiel gegen den 1. FC Magdeburg natürlich ein Hammer, andererseits ist es schade, da ich nur dreimal wechseln darf. Es wird ganz schwer, das auszuwählen", so Hansens.

Der Kontrahent aus Magdeburg zeigte sich zuletzt in guter Verfassung, gewann seine Spiele gegen Babelsberg (1:0) und Meuselwitz (3:0). Kreveses Trainer hofft, dass "sie nicht mit 110 Prozent hier anreisen werden".

Wer die Partie im Jahn-Stadion auf dem Gelände der Landessportschule in Osterburg verfolgen möchte, kann sich im Vorverkauf oder an der Tageskasse ein Ticket sichern. Für schmale sieben Euro darf man den Pokalhit live verfolgen. "Ich hoffe, dass die Menschen den Vorverkauf nutzen, um mögliche Verzögerungen im Einlassbereich zu vermeiden", mahnt Hansens (Vorverkaufsstellen im Kasten rechts).

Spieler Tino Krüger hofft auf eine große Kulisse: "Dieses Spiel ist in aller munde. Wir freuen uns genauso auf diese Partie, wie sich der FCM auf Leverkusen im DFB-Pokal freut."