In der Fußball-Landesklasse ist am Wochenende nach einer kurzen Pause der 5. Spieltag angesetzt.

Stendal l Wie zuletzt üblich sind auch am morgigen Sonnabend ostaltmärkische Derbys im Spielplan.

Aufsteiger SV Krüden/Groß Garz erwartet dabei den SV Germania Tangerhütte. Die Erfahrung spricht sicher für die Gäste. Aber die haben einige personelle Sorgen. Die Einsätze von Tim Reiter und Henryk Strube sind noch nicht sicher. Ausfallen für einige Wochen wird Felix Taube. "Dennoch wollen wir natürlich punkten", sagte Germania-Trainer Vasco Lühmann.

"Wir fahren mit Selbstvertrauen nach Goldbeck."

Ein weiteres Ostaltmark-Derby findet bei Blau-Gelb Goldbeck statt. Zu Gast ist Medizin Uchtspringe. Es ist das Spitzenspiel und eine Partie zwei bisher ungeschlagener Mannschaften. Die Gastgeber haben sogar alle vier Begegnungen gewonnen. Uchtspringes Trainer Jörn Schulz meint im Vorfeld: "Es ist eine schwere Aufgabe, aber wir fahren durch unseren guten Saisonstart mit Selbstvertrauen nach Goldbeck. Unser Ziel ist es, auswärts zu punkten, obwohl einige wichtige Spieler fehlen werden."

Sein Pendant Andreas Kahlow sagt: "Ich erwarte ein Spiel auf Augenhöhe mit leichten Vorteilen für Uchtspringe. Der Gegner hat die etwas bessere Spielanlage. Einen Favoriten gibt es aber nicht, denn auch wir haben unsere Qualität und zwölf Punkte im Rücken. Ein Zähler könnte drin sein." Bei den Goldbeckern ist alles an Deck. Lediglich der Einsatz von David Rose ist offen.

Das dritte Kreisderby ist beim FSV Havelberg angesetzt. Zu Gast ist Aufsteiger Preußen Dobberkau. Die Havelstädter werden sicher mit einiger Wut im Bauch antreten, fiel doch nach Querelen in der Vorwoche zum Pferdemarkt das Altmarkpokalspiel aus.

Bereits am heutigen Freitag tritt Rot-Weiß Arneburg bei Eintracht Salzwedel an. Vor einigen Jahren wäre Salzwedel noch der haushohe Favorit bei so einer Ansetzung gewesen. Jetzt haben sich die Vorzeichen verschoben. Die Jeetzestädter haben bisher alle vier Spiele in den Sand gesetzt. Arneburg hat schon dreimal gewonnen. "Wir müssen jetzt anfangen, zu punkten", redet SVE-Trainer Burghardt Schulze nicht lange um den heißen Brei herum. Mut dürfte den Hansestädtern der 7:0-Pokalerfolg in der Vorwoche beim VfL Kalbe/Milde II verliehen haben. "Schon gegen Goldbeck (2:4/Anm. der Redaktion) haben wir gesehen, dass uns nicht viel fehlt. Auf die Leistung über 60 Minuten in dieser Partie können wir aufbauen", fordert Schulze.

Im Training wurde viel im Bereich Zweikampf geübt. Zudem warnt der Eintracht-Coach seine Mannen ausdrücklich vor einfachen Fehlern im Spielaufbau.

"Arneburg ist eine gestandene und erfahrene Mannschaft, die auf solche Fehler wartet und sie durchaus bestraft. Das müssen wir vermeiden", erklärt Burghardt Schulze, der definitiv auf die verletzten Mario Heinicke und Julian Seehausen verzichten muss und noch um den Einsatz des angeschlagenen Stefan Schmidt bangt.

Ebenfalls in die Westaltmark reist morgen der SSV Havelwinkel Warnau. Gastgeber ist der SV Liesten. Beim 6:2 gegen Beetzendorf lief der Liestener Offensivmotor in der Vorwoche auf Hochtouren.

"Diese Partie war schon ein großer Fortschritt, das zeigt schon das Ergebnis. Wir haben endlich unsere Chancen effektiv genutzt", lobt SVL-Mannschaftsleiter Dietrich Timm.

Der weiß allerdings auch, dass Warnau eine ganz andere Hausnummer ist.

"Das wird ein ganz anderes Spiel", so Timm, der nach längerer gesundheitsbedingter Pause morgen erstmals wieder mit an der Seitenlinie stehen und damit das Spielertrainer-Duo Lucas Bresch/Michael Piotrowski entlasten wird.

Liesten kann nicht auf die verletzten René Mangrapp, Sven Komnick und Martin Todte zurückgreifen.

Der Möringer SV ist Gastgeber für den Grün-Weiß Potzehne. In der Vorsaison gab es dieses Duell noch in der Landesliga. Beide Mannschaften mussten in den sauren Apfel des Abstieges beißen. Während Potzehne bisher drei Spiele gewonnen und nur eins verloren hat, ist es beim Team von Rico Matschkus umgekehrt. Möringen hat bisher dreimal verloren und nur einmal gewonnen. "Auf die Tabelle schaue ich nicht. Wir gehen das Spiel mit genauso viel Ernsthaftigkeit an wie jedes andere auch", sagt Potzehnes Coach Nico Bremse. Mit der Trainingsarbeit seiner Schützlinge ist Nico Bremse vollauf zufrieden. "Alle geben Gas, das Mannschaftsgefüge ist besser als noch in der Landesliga", verrät Bremse, der dennoch noch ein wenig am Zusammenspiel über die volle Spieldistanz feilen möchte. Nicht zurückgreifen kann er morgen auf die verletzten Phillip Lehrmann, Jan Küllmei und Enrico Bierstedt

Zum Kellerduell erwartet der SV Viktoria Uenglingen das Team vom MTV Beetzendorf. Beide Mannschaften haben bisher viermal gespielt und viermal verloren. Ein Sieg ist Pflicht, hüben wie drüben. Viktoria-Trainer Enrico Ahrendt freut sich, dass er morgen fast auf den kompletten Kader zurückgreifen kann: "Wir sind ganz gut besetzt es werden 15, 16 Spieler da sein, auch alle Stammkräfte. Die müssen beweisen, wo wir wirklich stehen. Es ist natürlich ein richtungsweisendes Spiel."

MTV-Coach Zürcher: "Wir müssen jetzt natürlich etwas machen, was aber in Uenglingen sehr schwer ist. Beide Teams brauchen auf Biegen und Brechen drei Punkte."

Gar nicht ins Konzept passen ihm da die Ausfälle mehrerer Leistungsträger. Sebastian Eder wird aufgrund einer Bänderdehnung mindestens zwei Wochen fehlen, zudem sind Michael Peters (Studium), Tim Langenbeck (Urlaub) und Sven Ketelsen (Verletzung) nicht dabei. "Den Gegner kenne ich nicht wirklich. Bloß wenn wir gegen diesen nicht punkten, gegen wen dann", fragt sich der MTV-Coach.

Nur der Sieger dieses brisanten Kellerduells kann vorerst leicht aufatmen, das wissen beide Teams.