Stendal l "Wir haben in dieses Spiel unglaublich viel investiert und auch strukturierter als der Tabellenführer gespielt. Das Problem in der Partie gegen Piesteritz war eindeutig die schlechte Chancenverwertung. Uns fehlt eindeutig ein Erfolgserlebnis", raufte sich Lok-Trainer Sven Körner noch einen Tag nach der 1:2-Niederlage seiner Elf gegen Piesteritz die Haare.

Tatsächlich waren die Altmärker in dieser Begegnung die fußballerisch bessere Mannschaft, die ihr Potenzial derzeit aber nicht ausschöpft und sich auch immer wieder Aussetzer erlaubt. Die führten nicht nur zu den zwei Gegentreffern durch den Piesteritzer Torjäger Jeffrey Neumann, sondern in der Vorwoche auch zum unnötigen 1:1 in Dessau.

Musste der "Sünder" dieses Spiels, Franz Erdmann, deswegen gegen Piesteritz bis weit in die zweite Halbzeit hinein auf der Ersatzbank schmoren: "Nein, er hatte zuvor in der Woche zu wenig trainiert. Außerdem hatte das taktische Gründe. Wir haben mit zwei Stürmern (Buschke und Zinchenko - Anm. d. Redaktion) begonnen", so Coach Körner.

Etliche Zuschauer ließen zum Spielende ihrem Unmut über die Schiedsrichterleistung freien Lauf. Unter anderem deshalb, weil er angeblich zu früh abgepfiffen hätte.

In dem letzten Fall tat man Referee Sven Tuchen Unrecht, denn die Stadionuhr wurde in der zweiten Halbzeit vier, fünf Minuten zu spät angestellt. Zum Lok-Personal: Der neueste Zugang, der Ukrainer Dmytri Zinchenko, erstmals vor dem heimischen Lok-Publikum spielend, wird den Stendalern noch viel Freude bereiten. Es ist die noch nötige Zeit für die Integration, die der vollen Entfaltung des technisch beschlagenen und spielintelligenten Akteurs im Wege steht.

Trifft er in den nächsten beiden Lok-Spielen, am Sonnabend bei TSV Völpke und danach am 5. Oktober (Sonntag) daheim gegen Schlusslicht Schönebecker SC?

Seinen ersten Punktspieltreffer landete am Sonnabend Vincent Kühn. Die aktuelle Lok-Torschützenliste:

Philipp Grempler3

Franz Erdmann2

Benedikt Nellessen 1

Philipp Groß1

Martin Gebauer1

Moritz Instenberg1

Vincent Kühn1