Im Kellerduell der Fußball-Landesliga hat sich der FSV Saxonia Tangermünde am Sonnabend einen 1:0 (1:0)-Heimsieg über den SV Förderstedt im wahrsten Sinne des Wortes erkämpft.

Tangermünde l "Gott sei Dank, endlich Schluss." Nicht nur Torwart Ingo Arndt, sondern allen Tangermünder Spielern und Fans schienen nach der langen Nachspielzeit (sechs Minuten) Steine vom Herzen zu purzeln.

Um es vorweg zu nehmen, dieser Sieg war für die Altmärker in der jetzigen Lage (vor diesem Spiel Tabellenletzter) eminent wichtig, vor allem für das Selbstvertrauen. Er sollte aber nicht überbewertet werden.

Es war im Endeffekt eine typische 0:0-Partie, Chancen gab es fast keine, vieles spielte sich dagegen im Mittelfeld ab.

Die erste nennenswerte Möglichkeit hatten die Gäste, aber Marcus Bolze schoss knapp drüber (28.). Bei Saxonia versuchte sich eine Minute später Erik Teege mit einem Hinterhaltsschuss, der aber sein Ziel ebenfalls verfehlte.

Sechs Minuten vor der Pause hatte Saxonia mehr Erfolg. Die Förderstedter blockten einen Freistoß ab. Der Ball kam zu David Mooz, der noch einmal abzog. Aus dem Hinterhalt erwischte der aufgerückte Verteidiger Steffen Lenz das Leder gerade noch so vor der Torauslinie und schob es auf Teege. Saxonias Neuzugang brauchte die Kugel nur hinter die Linie zu drücken. Die Gäste protestierten vehement gegen die Anerkennung des Tores, aber es zählte.

Danach igelten sich die Tangermünder, bei denen einige Stammspieler fehlten, immer mehr hinten ein. Förderstedt, ebenfalls ersatzgeschwächt, griff an. Viele Ideen hatten die Gäste jedoch nicht. Schüsse von Michael Buschke (55.) und Jens Liensdorf (65.) brachten nichts ein. Bei einem Gegenangriff hatten sie sogar Glück, dass ein Foul im Strafraum an Martin Gödecke (rannte als Stürmer unermüdlich) nicht geahndet wurde (71.). In den letzten Spielminuten kam Saxonia kaum noch nach vorn. Aber die Abwehr mit einem bärenstarken Martin Doerjer, der nicht nur einmal im letzten Moment klärte, hielt den Angriffen stand. Den Rest erledigte in ruhiger Manier Keeper Arndt. Als Schiri Michael Damke nach Ablauf der regulären Spielzeit noch sechs Minuten Zuschlag anzeigte, schien den Saxonen der Atem zu stocken. Aber auch diese zusätzliche Zeit überstanden die Platzherren unbeschadet.

Nach dem Abpfiff sanken die Saxonen auf den Boden. Die psychische Belastung dieser Partie war ihnen anzusehen.

"Gott sei Dank, endlich Abpfiff" - alle Tangermünder Spieler haben diesen Zeitpunkt schon nach dem 1:0-Treffer förmlich herbeigesehnt.

Förderstedt: Binnebössel - Liensdorf, Früchtel, Conrad, Müller, Janich, Dübecke, Ingler, Burdack (72. Abram), Buschke, Bolze.

Tor: 1:0 Erik Teege (39.)

Schiedsrichter: Michael Damke, Assistenten: Amin Hamidi, Ronald Krziwanie

Zuschauer: 101.