Seit über zwei Jahrzehnten gibt es in Arneburg eine Frauen-Fußballmannschaft, die seit einigen Jahren in der höchsten Spielklasse des Bundeslandes Sachsen-Anhalt aktiv ist. Die meiste Verantwortung für das Team hatte in dieser Zeit Rolf Michaelis.

Arneburg l Seit gut einem Jahr füllt Kirsten Matschkus die Trainerrolle bei den Rot-Weißen aus. Auf ihre Fahnen kann sie sich schon einen richtig großen Erfolg schreiben, denn mit dem Ende der Saison 2013/14 hatte die Mannschaft den Bronzeplatz erobert.

Vorausgegangen waren dem der zweite Rang in der Staffel Nord der zweiteiligen Liga und ein 3:1 sowie 2:4 im Kampf um Gesamtplatz drei mit der Mannschaft des Süd-Zweiten Bad Dürrenberg.

Doch zurück zu den Anfängen: Guido Radtke, Ronny Wagner und Rolf Michaelis hoben die Arneburger Frauenfußballmannschaft 1994 aus der Taufe. Die, damals unter anderem mit Petra Seiffert, Svea Bade, Bärbel Villwock und Yvonne Helmke, war kurz danach in der Saison 1996/97 recht erfolgreich, räumte im Pokal auswärts die Teams aus Rehmsdorf (3:1) und Mücheln (4:2) aus dem Wege. Dann aber kam mit Fortuna Magdeburg der entschieden höherklassige Favorit ins Elbstädtchen und bezwang Rot-Weiß auf dem Sportplatz an der Stendaler Straße mit 16:0.

Das war zweifellos ein Schock, aber von dem erholten sich die Arneburgerinnen mit der Zeit. Rolf Michaelis war von 1998 an der Trainer des Teams. Unter anderem holte er Bettina Gude und die dann langjährige Rot-Weiß-Torhüterin Silke Siegler aus Eichstedt in die Arneburger Mannschaft.

Die wurde in der Saison 2005/06 Altmarkmeister und damit Aufsteiger in die damalige Landesliga, die zweithöchste Spielklasse des Bundeslandes. Den regionalen Titel hatten sich die Arneburgerinnen bereits zuvor schon einmal geholt, dann aber auf den Aufstieg verzichtet.

Im Jahr 2010 erfolgte der nächste Gang nach oben, in die Verbandsliga Sachsen-Anhalts.

Was macht Rolf Michaelis eigentlich, seit ihm Kirsten Matschkus auf dem Trainerstuhl gefolgt ist? "Ich bin Sponsor und kümmere mich um viele organisatorische Sachen, alles in Abstimmung mit Kirsten. Außerdem bin noch ich Platzwart unserer Trainingsstätte in Jarchau", so Michaelis.

"Wahnsinnsspiel werde ich nie vergessen"

Kann er sich an ein ganz besonderes Spiel in seiner wahrlich langen Trainerlaufbahn erinnern?

"Na klar, das war ein Schneespiel im Pokalwettbewerb im Februar 2007 in Walsleben. Zur Halbzeitpause stand es 3:0 für Gastgeber Eintracht. Dann gelangen uns vier Tore in Folge, drei davon kurz nacheinander durch Katharina Rohr. Doch Walsleben glich in der regulären Spielzeit zum 4:4 aus. In der Verlängerung aber hatten wir mit 7:5 das bessere Ende für uns. Dieses Wahnsinnsspiel werde ich nie vergessen."