In der Fußball-Verbandsliga ist Lok Stendal gestern im heimischen Stadion Am Hölzchen nicht über ein 1:1 gegen den Haldensleber SC hinausgekommen.

Stendal l Die Kicker des Gastgebers wussten, wie Kontrahent Haldensleben tickt. Extrem defensiv ausgerichtet und dennoch nicht ungefährlich - so könnte die Kurzfassung lauten.

Von Beginn an verengten die Gäste extrem die Räume. Zunächst wurde sie allerdings auch früh angegangen, so dass sich eine unansehnliche Partie entwickelte. Weil Lok zu viele Fehler im Mittelfeld machte, kamen die Gäste nach der ersten halben Stunde Spielzeit zu ersten Chancen. Lukas Mühlisch hätte in der 38. Minute beinahe zum 1:0 für Haldensleben eingeköpft, doch er erwischte das Leder, am langen Pfosten lauernd, nicht richtig. Lok kam gar nicht richtig heran an den gegnerischen Strafraum.

Zu Beginn der zweiten Spielhälfte versuchten die Gastgeber es deshalb verstärkt mit Fernschüssen. Benedikt Nellessen (zweimal) und Franz Erdmann probierten sich darin, scheiterten jedoch.

Nach einer guten Stunde trat das ein, was vom Gastgeber unbedingt vermieden werden sollte. Nach Zuspiel von Patrick Burger kam Haldenslebens Stefan Kotulla frei zum Kopfball und versenkte das Leder zum 0:1 im Lok-Gehäuse. "Da haben wir zu passiv reagiert", so Mannschaftskapitän Philipp Groß. Jetzt war es noch schwieriger, den Haldenslebern beizukommen. Doch der Gastgeber senkte die Fehlerquote und kam nun endlich auch zu seinen Tormöglichkeiten.

In der 70. Minute schoss Franz Erdmann das Leder per Freistoß in den gegnerischen Strafraum. Der aufgerückte Groß kam zum Kopfball und Andreas Sommermeyer zirkelte den Ball aus Nahdistanz über die Linie. Anschließend besaßen die Gastgeber noch zwei glasklare Chancen durch Benedikt Nellessen, der dabei einmal den linken Pfosten traf (83.). Es blieb jedoch beim 1:1 in einem schwierigen Spiel.

"Gegner hat einen Bus vor dem Tor geparkt"

Lok-Trainer Sven Körner war nach der Partie etwas gallig: "Wir haben gegen eine Mannschaft gespielt, die einen Bus vor ihrem Tor geparkt hat."

Stendal: Giebichenstein - Gebauer, Sommermeyer, Groß, Schubert (80. Sikulskyi), Instenberg, Erdmann, Nellessen, Kühn, L. Breda (52. Buschke), Grempler.

Schiedsrichter: Sven Schweinefuß (Rieder), Zuschauer: 312, Torfolge: 0:1 Kotulla (61.), 1:1 Sommermeyer (70.)