In der Basketball-Bezirksliga der Herren hat der BBC Stendal das letzte Spiel des Jahres daheim gegen die Elbe Baskets aus Magdeburg 70:61 gewonnen.

Stendal l Mit den Baskets gastierte in der Bürgerparkhalle ein Team, gegen das sich die Lizards traditionell schwertun. Mit Johannes König hatten die Landeshauptstädter zudem einen der besten Scorer der Liga im Gepäck, wohingegen der BBC vor allem durch fünf Siege am Stück mit ordentlich Rückenwind in die Partie ging.

"Haben Druck im Spiel hochgehalten."

Stendal begann konzentriert und erzielte die ersten Punkte durch Adams und Noutsis. Dennoch kam in der Folge vor allem der Gast ins Rollen. Mit einem 16:2 Lauf machten die Elbe Baskets schnell deutlich, dass sie keinesfalls Laufkundschaft sind, sondern richtig gut spielen können. Nach einer Auszeit berappelten sich die Lizards und kamen durch Goroncy und Noutsis wieder in Schlagdistanz (12:16). Bis zur ersten Viertelpause pendelte sich die Gästeführung jedoch bei 17:25 ein.

Vor allem in der Verteidigung galt es nun die richtigen Stellschrauben zu drehen, und so stellte der BBC auf Zonenverteidigung um. Diese Maßnahme trug Früchte. Theissen, Braun und Goroncy ließen kaum eine gelungene Korbwurfaktion der Gäste zu, und das was dennoch den Ring der Lizards erreichte, pflückten die "großen Jungs" couragiert vom Himmel. Vorne fanden nun immer mehr Bälle den Weg an den Zonenrand, wo Noutsis nur schwer zu kontrollieren war. Als dann auch noch die Dreier (Noutsis, Goroncy) fielen, war der Rückstand bis zur Halbzeit aufgeholt (35:35).

Das dritte Viertel entwickelte sich zunächst ausgeglichen. Was blieb, war die beinharte Defense der Lizards, die den Gästen nur wenig Luft zum Atmen ließ.

Einzig über Freiwürfe blieben die Elbestädter im Spiel, während der BBC aus dem Spiel heraus an Treffsicherheit gewann. Mit einem Vier-Punkte-Vorsprung (51:47) ging es in das Schlussviertel.

Dass die Lizards sich nicht mehr die Butter vom Brot nehmen lassen wollten, machte sogleich Center Rayk Wille deutlich, der seinem eigenen Wurfversuch mehrmals beherzt nachging und letztlich die Kugel im Gästekorb versenkte.

Das Publikum und die Lizardsbank waren auf Betriebstemperatur. Die Verteidigung des BBC stand auch im letzten Viertel sicher, wodurch sich nun auch wieder Möglichkeiten zum Schnellangriff ergaben. Meyer und Gatzka bauten die Führung der Lizards bis zur 38. Minute aus (69:53), ehe der Schlendrian Einzug hielt.

Am Ende setzten sich die Lizards deutlich mit 70:61 durch, womit der zweite Tabellenplatz vorerst gefestigt wurde.

Trainer Carsten Mogk: "Wenn wir das erste Viertel mal außen vor lassen, haben die Jungs heute eine unglaubliche Team-Defense gespielt. Wir haben zwar häufig auch foulen müssen, dies ist angesichts unserer großen Kaderstärke kein Nachteil. So konnten wir den Druck im ganzen Spiel hochhalten. Nur 61 Punkte gegen ein Team zuzulassen, das sonst fast 75 Punkte pro Spiel erzielt, ist richtig stark. Und dass wir vorne richtig gut sein können, wissen wir."

BBC Stendal: Adams (19 Punkte), Goroncy (7), Wille (2), Karras, Theißem (2), Meyer (3), Braun, Klaus (5), Noutsis (15), Gatzka (17).