In der höchsten Handball-Spielklasse unseres Bundeslandes wird am kommenden Wochenende sowohl bei den Männern als auch den Frauen der letzte Hinrunden-Spieltag ausgetragen. Die beiden Seehäuser Vertretungen müssen sich auswärts beweisen.

Seehausen l Die Frauen der SG treten am Sonntag ab 16 Uhr beim VfL Gräfenhainichen an, die Männer bereits morgen ab 17 Uhr bei Eintracht Gommern. In beiden Fällen sind die Spiele Duelle von Tabellennachbarn.

In Gommern stehen die Seehäuser Männerals Tabellenzehnter (8:16 Punkte) vor der schwierigen Aufgabe, beim Rangneunten (10:14) zu punkten. Angesichts der Tatsache, dass die Eintracht bislang lediglich eins ihrer Saison-Heimspiele gewinnen konnte (28:22 gegen Dessau/Roßlau II), könnte man denken, dass die Aufgabe für die Altmärker so schwierig nicht sein wird.

Aber: Gommern hatte in der Hinrunde fast nur "Hochkaräter" (HSV und BSV Magdeburg, Langenweddingen, Kühnau) zu Gast und verlor diese Partien. Dafür holte man auswärts Punkte gegen Mannschaften aus der unteren Tabellenhälfte.

Die SG Seehausen hat in den bisherigen Partien der Hinrunde insgesamt keine schlechten Leistungen geboten.

Mindestens in einem Fall aber hätten es zwei Pluspunkte mehr sein müssen. Die 26:27-Heimniederlage gegen den jetzigen Tabellen-Vorletzten Wolfen war in höchstem Maße unnötig. Wenn die altmärkische Mannschaft am Sonnabend in Gommern antritt, dann wird sie in jedem Fall auf den arbeitsmäßig verhinderten Linksaußen Daniel Cornehl verzichten müssen. Ob es Keeper Sebastian Kramer zum Spiel schafft, ist unsicher. Im Rahmen seiner Arbeit besucht er am Sonnabend einen Lehrgang im Harz. Der könnte bis 16 Uhr andauern. Kramer wird versuchen, dann noch zur Begegnung seines Teams zu kommen.

Vergleich mit Bundesligist Hamburg steht an

Das Neueste aus dem Seehäuser Handball-Lager betrifft einen reizvollen Vergleich der SG-Männer mit Bundesligist HSV Hamburg. Die Bitter, Hens und Co. schlagen demnächst zum Trainingslager in Wittenberge auf. Am 22. Januar (Donnerstag) soll in Seehausens Wischelandhalle ein Vergleich zwischen dem Sachsen-Anhalt-Ligisten und dem Erstbundesligisten anstehen. Sobald genauere Informationen vorliegen, berichten wir darüber.

Seehausens Frauen haben den Abstieg aus der Mitteldeutschen Oberliga 2014 nicht verkraftet und stehen nach teilweise heftigen Niederlagen mit 3:17 Zählern auf dem vorletzten Tabellenplatz, einem Abstiegsrang.

Direkt vor ihnen ist der Sonntags-Kontrahent Vfl Gräfenhainichen (4:16) angesiedelt. Der Gastgeber des Duells hat sich, nach zunächst ebenfalls heftigen Schlappen, in der Schlussphase des letzten Jahres gefangen und gegen Schlusslicht Jessen und den Magdeburger SV 90 voll gepunktet. Weil die Gräfenhainicherinnen Heimvorteil besitzen, sind sie in einer leichten Favoritenrolle zu sehen.

Seehausens Mannschaft wird aller Voraussicht nach in der Besetzung der Spiele vor den Feiertagen auflaufen können. Erfreulich: Die zuletzt wegen einer starken Erkältung fehlende Rückraumspielerin Tina Fischer steht wieder in der Mannschaft, die sich nichts so sehr wünscht, wie einen sportlichen Erfolg zum Jahresbeginn.