Osterburg l In der Handball-Nordliga der Frauen hat Gastgeber HSG Osterburg am Sonnabend die erwartete Niederlage gegen Tabellenführer BSV Magdeburg II erlitten. Mit 22:32 schlug sich das Schlusslicht allerdings ausgesprochen gut und wies seine spielerischen Fortschritte nach.

Ganz besonders traf das auf die ersten 20 Minuten der Begegnung zu. Da war eine aggressive HSG-Abwehr zu erleben, die die gegnerischen Angreiferinnen nicht an den Wurfkreis ließ und so zu Fernwürfen zwang.

Dabei aber landete das Leder oft an den Händen der guten Osterburger Torhüterin Kathleen Nagel oder aber segelte am Gastgeber-Kasten vorbei.

Andererseits nutzten die Osterburgerrinnen die sich nach überfallartigen Angriffen bietenden Chancen und gingen mit 3:0 beziehungsweise 6:3 in Front. In der 12. Spielminute nahm der Trainer der sichtlich geschockten Magdeburger Mannschaft Auszeit und rechnete seinen Spielerinnen vor, dass sie bis dahin von 17 Wurfchancen lediglich drei in Tore ummünzen konnte.

Die Gäste steigerten sich aber, warfen zum 6:6 ein. Abschütteln ließen sich die frechen Osterburgerinnen jedoch nicht. Susann Rudolph-Müller und Anne Cejhon brachten ihr Team nochmals in Führung, ehe die Favoriten endlich die von ihnen erwartete Rolle einnahmen. Zur Halbzeitpause hieß es 15:10 für den Gast.

In der zweiten Spielhälfte nahm die HSG den zuvor für zehn Minuten verlorenen Spielfaden wieder auf und hielten den Rückstand in Grenzen.

Ganz im Sinne von HSG-Trainer Danny Schonscheck, der vor dem Spiel sagte: "Wenn wir weniger als 40 Gegentore bekommen, dann sind wir gut."

Die HSG wird immer besser. Ganz stark war Anika Becker.

Osterburg: Nagel - Becker 10, G. Rösler, Lukas 4, Weingart, Drehn, Wiehetek 4, Cejhon 2, Rudolph-Müller 1, Schumacher 1, Metzlaff.