Die Spielgemeinschaft (SG) BSC/1. FC Lok Stendal II hat am Sonnabendabend in der Wischelandhalle Seehausen den Titel eines Hallenfußball-Kreismeisters errungen.

Seehausen l Vor insgesamt 337 Zuschauern setzte sich das Team von Uwe Müller im Stendaler Finale gegen den TuS Wahrburg 1:0 durch.

"Das war logistisch nicht einfach."

Von allen Seiten war zu hören, Kickers Seehausen hatte die Veranstaltung sehr gut vorbereitet und war ein würdiger Gastgeber. "Wir haben am Freitag und am Sonnabendmittag das Turnier vorbereitet. Logistisch nicht einfach war, die Fußballtore vom Platz in die Halle zu holen und die Gewichte abzubauen. So wie das Turnier aber dann gelaufen ist, waren wir zufrieden. Vielleicht hätten es am Schluss noch ein paar mehr Zuschauer sein können", sagte Kickers-Vorsitzender Dirk Schnell.

Zum sportlichen Teil: In der Vorrundengruppe A erwischte der BSC/Lok II einen Start nach Maß. Gegen Walsleben hieß es erwartungsgemäß 4:0. Auch das 3:3 zwischen Schinne und Uetz war keine Überraschung. Die folgte in Runde zwei.

Kreisligist Walsleben bezwang den Kreisoberligisten aus Uetz 2:1 und war wieder im Rennen. Die Schinner setzten sich ebenfalls gegen den BSC/Lok II 2:1 durch.

Damit war der Ausgang in dieser Gruppe vor den letzten beiden Spielen völlig offen. Dem BSC/Lok reichte ein mühsames 1:0 (Tor durch David Büst) gegen Uetz zum Weiterkommen.

Das emotionalste Spiel folgte. Walsleben ging gegen Schinne durch Jann Grünwald 1:0 in Führung. Noah Mohamed Saeg besorgte den Ausgleich. Danach regte sich Saeg nach einem weiteren, aber nicht gegebenen Treffer (Handspiel) so sehr auf, dass er eine Zeitstrafe bekam. Schließlich musste auch noch Markus Behnsberg nach Foulspiel runter, so dass nur noch drei Schinner Spieler gegen fünf Walslebener auf dem Parkett standen. In dieser hektischen Phase wurde Philipp Gebert, Schinnes Keeper, zum Held. Reihenweise vereitelte er Chancen des Kreisligisten und wurde am Ende auch zum besten Torwart des Turniers geehrt.

Schinne hätte ein Unentschieden zum Weiterkommen gereicht. Doch kurz vor Schluss gelang Johannes Schmack per Kopf der umjubelte Siegtreffer für Walsleben. Der Kreisligist stand im Halbfinale. Die kleine Sensation war perfekt. Schinne hatte als einzige Mannschaft den späteren Turniersieger geschlagen, war aber ausgeschieden.

Längst nicht so dramatisch verlief die Vorrundengruppe B. Der TuS Wahrburg und Titelverteidiger SV Grieben gewannen jeweils ihre ersten beiden Spiele. Im direkten Aufeinandertreffen führte Grieben gegen Wahrburg durch Tore von Aaron Kaul und Max Häußler schon 2:0. Damit wäre der SVG Gruppenerster und hätte im Halbfinale mit Walsleben sicherlich die leichtere Aufgabe. Aber Felix Lemme verkürzte auf 2:1. In den Schlusssekunden gelang Marco Zimmermann durch einen Neunmeter noch der Ausgleich. Damit war Wahrburg Erster und Grieben bekam als Gruppenzweiter im Halbfinale den BSC/Lok II.

Im letzten Vorrundenspiel dieser Gruppe ging Schernebeck durch Philipp Krohne 1:0 in Front. Der Schernebecker Anhang jubelte, als wäre ihr Team gerade Kreismeister geworden. Aber Lennart Müller und Marius Melms drehten für die Biesestädter den Spieß noch um (Halbfinals und Endspiel im unteren Text).

   

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