Am kommenden Montag beginnt wieder die Schule im Bundesland Sachsen-Anhalt. Am dritten und letzten Winterferien-Wochenende tragen aus unserem Landkreis lediglich zwei Handballteams Punktspiele aus. Seehausens Männer und Frauen (beide Sachsen-Anhalt-Liga) haben heute jeweils Heimrecht.

Seehausen l Beide altmärkische Vertretungen haben den jeweils Zweiten ihres Klassements zu Gast.

Den Anfang machen heute um 14 Uhr Seehausens Frauen, die das Team des Fermersleber SV als Kontrahenten haben. Während die Magdeburgerinnen als augenblicklicher "Vize" über ein tolles Punktverhältnis von 22:4 verfügen, stehen die Gastgeberinnen als Vorletzte bei lediglich 3:23 Zählern.

Da sind Spekulationen um einen Punktgewinn für die SG eigentlich nicht angebracht. Zumal die Landeshauptstädterinnen das Hinspiel deutlich mit 37:24 gewannen.

Kann Katja Steinke erneut helfen?

Eine kleine Hoffnung allerdings gibt es. Die beruht auf der Leistungssteigerung der Seehäuserinnen in ihrem letzten Match, als sie den ebenfalls vorn platzierten Schönebeckerinnen lediglich 32:33 unterlagen. In diesem Match wirkte die lange, sehr lange verletzte Katja Steinke einige Abschnitte lang mit und sorgte für mehr Struktur und auch Torgefahr durch das Seehäuser Frauenteam. Kann sie im heutigen Match gegen die zweifellos favorisierte Mannschaft aus der Landeshauptstadt erneut mitwirken?

Zweifellos ist es in der Begegnung von Vorteil, wenn die Altmärkerinnen solange wie möglich am Kontrahenten dranbleiben. Vielleicht werden die Magdeburgerinnen dadurch irgendwann einfach nervös.

Die Seehäuser Männer haben zuletzt Niederlagen erlitten und sind so mit nunmehr 10:22 Punkten auf den elften Tabellenplatz zurückgefallen. Mit Kontrahent SV Langenweddingen haben sie heute ab 15.30 Uhr in der heimischen Wischelandhalle ein absolutes Liga-"Schwergewicht" vor Augen.

Derzeit nehmen die Handballer aus der Börde mit 26:6 Punkten den zweiten Tabellenplatz ein. Das Hinspiel gewannen sie gegen die Altmärker deutlich mit 33:22.

SVL-Trainer Markus Deinert ließ es sich trotz der Favoritenrolle seiner Mannschaft in der heutigen Begegnung nicht nehmen, das letzte Punktspiel der Altmärker beim HSV Haldensleben zu beobachten. Dort sah er bei der 23:27-Auswärtsniederlage für Seehausens Männer auf beiden Seiten viele Fehler, was ihm keineswegs Angst vor der heutigen Partie in der Wischelandhalle eingejagt haben dürfte.

Von einem Abstiegsrang sind die gastgebenden Altmärker derzeit vier Zähler entfernt. Allerdings kann sie der Zwölfte, HBC Wittenberg, an diesem Wochenende überflügeln. Für ihn (9:23) steht ein Heimspiel gegen Schlusslicht Germania Borne an.

Der Vorletzte aus Wolfen dürfte gegen Spitzenreiter TSG Calbe keine Erfolgschance besitzen.

Zweimal hat Seehausens Team, das heute wieder den zuletzt gesperrten Alex Söhnel einsetzen darf, gegen Langenweddingen punkten können, per Heimsieg sowie am Grünen Tisch, als der Gegner einen nicht berechtigten Akteur einsetzte.

"Wir können diesmal Bestbesetzung aufbieten", weiß Seehausens Benjamin Mittag.