Magdeburg/Stendal l In der Fußball-Verbandsliga hatten die Männer von Lok Stendal am gestrigen Sonntag beim MSV Preussen in der Landeshauptstadt Magdeburg anzutreten.

Dass die Bäume für Gastmannschaften im Germerstadion nicht unbedingt in den Himmel wachsen, ist hinlänglich bekannt. Um so wertvoller ist der 4:2-Auswärtssieg, der den Altmärkern gestern gelang, zu bewerten. Es ist der dritte Lok-Erfolg in Serie und verschaffte der Elf den Schritt auf den siebenten Tabellenplatz.

Wie zuletzt gewohnt, waren die Stendaler auch bei den etwas ersatzgeschwächten Preussen die den Takt angebende Mannschaft. Daraus resultierten in der 10. beziehungsweise 15. Spielminute erste größere Torchancen, die durch Franz Erdmann und Benedikt Nellessen jedoch nicht in Treffer umgemünzt wurden.

Nellessen war jedoch 20 Minuten später am ersten Tor der Altmärker beteiligt, indem er sich sehr gut durchsetzte und dann auf Philipp Groß passte, der das 0:1 markierte.

Sechs Minuten später hieß es 1:1, als Lok-Keeper Brian Giebichenstein patzte und Magdeburgs Tobias Tietz das Leder ins leere Stendaler Gehäuse beförderte. "Die Leistung in der ersten Halbzeit hat mir nicht gefallen", kritisierte Lok-Trainer Körner und vertiefte das: "Da war von Ballsicherheit nicht viel zu sehen und auch die Passqualität war insgesamt schlecht."

In den zweiten 45 Minuten wurde das Spiel der Gäste allerdings kompakter und auch besser. In der 53. Minute legte Philipp Grempler für Nellessen auf, der sich die Chance zum 1:2 nicht entgehen ließ.

Als Martin Gebauer zehn Spielminuten später den wieselflinken Youngster Niclas Buschke bediente, sorgte der auch prompt für das 1:3. War damit die Entscheidung in dieser Begegnung gefallen?

Nein, denn die Gastgeber kamen durch ein Freistoßtor von Christopher Birke zum Anschlusstreffer von 2:3 (68.).

Es war also noch eine gehörige Portion Spannung im Spiel. Wichtig war die Antwort auf die Frage, wie die Altmärker mit den sich nunmehr zweifellos bietenden Konterchancen umgehen würden. Zuvor in der Partie gegen IMO Merseburg gelang ihnen das bekanntlich nicht so gut.

In Magdeburg aber setzte erneut Buschke in der 88. Spielminute den Deckel auf den Topf. Wieder war Grempler der Vorbereiter dieses eminent wichtigen Treffers.

"In Hälfte zwei haben wir gegen die hoch verteidigenden Preussen ein richtig gutes Umschaltspiel gezeigt", hatte Trainer Körner jetzt auch etwas zu loben.

Lok Stendal: Giebichenstein - Gebauer, Sikulskyi, N. Breda (66. Liebisch), Groß, Erdmann, Instenberg, Nellessen, Kühn (46, L. Breda), Grempler, Buschke (89. Karaterzyan).

Zuschauer: 162, Schiedsrichter: Simon, Torfolge: 0:1 Groß (35.), 1:1 Tietz (41.), 1:2 Nellessen (53.), 1:3, 1:4 Buschke (63., 88.).