In der Fußball-Verbandsliga hat der 1. FC Lok Stendal am Sonnabend bei Grün-Weiß Piesteritz am Ende deutlich 0:4 (0:2) verloren.

Stendal/Piesteritz l Uwe Ferl, gestandener Trainer der Heimmannschaft, betonte vor dem Spiel, dass die Serie, sechs Spiele ohne Niederlage, weiterhin Bestand haben soll. Stendal wollte nicht verlieren.

"Piesteritz hat uns mit einfachen Mitteln geschlagen."

Nach 90 Minuten war klar, die Heimmannschaft erkämpfte sich drei Punkte und bleibt somit in der Tabelle am Spitzenreiter Barleben dran.

Dabei fing das Spiel für die Altmärker gar nicht schlecht an. So scheitert Kühn nach nur vier Minuten nach einem Zuspiel von Nellessen am Torwart der Piesteritzer.

Danach hatten die Altmärker zwei weitere Chancen. Nellessen bekam in der 17. Minute nach Zuspiel von Gebauer nicht genug Druck hinter den Ball und eine Minute später schlug Grempler den Ball scharf am langen Pfosten vorbei.

Die Piesteritzer kamen zu diesem Zeitpunkt im Spiel nicht vor. Es folgte die 21. Minute: Nach einer Ecke, der Ball wurde scharf hereingetreten, drückte Lehmann mit seinem Körper den Ball unhaltbar für Ziesmann zum 1:0 in die Maschen. Kurz darauf musste Nellessen den Platz mit Beschwerden am Knie verlassen. Für ihn kam Buschke. Mit diesem Ausfall ging die Gefahr für die Piesteritzer Abwehr vom Platz.

Nach dieser Auswechslung agierten die Stendaler nicht mehr, sie liefen dem Ball nur noch hinterher. Die Piesteritzer wurden nicht unbedingt besser, aber auf dem jeder Kreisklasse gut zu Gesicht stehendem Geläuf effizienter.

Lange Bälle in die Spitze, auf lauernden Stürmer geschlagen, waren das profane Mittel des Tabellenzweiten.

So kam auch ein Ball aus dem Mittelfeld zu Lehmann, der drückte aus rund 25 Metern ab. Ziesmann streckte sich, aber der Ball sprang über die aufnahmebereiten Hände des Stendaler Keepers ins Tor -2:0 (32.).

Stendal gab sich nicht auf. Zwischen der 35. und 52. Minute kamen die Altmärker zu fünf Möglichkeiten, die zum Anschlusstreffer hätten führen müssen. Aber Instenberg, Grempler, Gebauer und Sikulsky bekamen den Ball nicht über die Linie.

Eine alte Fußballweisheit lautet , wer vergebene Chancen nicht nutzt, der . . .

Mitten in diese Drangperiode wurde Lok wieder kalt getroffen. Thöner machte das, was ein Stürmer machen soll, er zog aus halbrechter Position, etwa 16 Meter vor dem Tor ab, erwischte Ziesmann auf dem falschen Fuß und es stand 3:0.

Es fiel noch der vierte Treffer, diesmal unter Mitwirkung der Stendaler Abwehr, Ziesmann wehrte einen Ball ab, aber nur in die Mitte, Freihube drosch einfach drauf - 4:0.

Ein enttäuschter Stendaler Trainer Sven Körner sagte: "Unterm Strich war es eine verdiente Niederlage, die ich aber auch mir ankreide. Piesteritz hat uns mit einfachen Mitteln geschlagen. Wir haben nur bis zur 20. Minute gut gespielt."

Ferl erklärte: "Stendal war die spielerisch bessere, aber meine die effizientere Mannschaft."

Erst am 12. April hat Lok seinen nächstes Spiel, daheim gegen Völpke.

Stendal: Ziesmann - Sikulsky, Erdmann, Gross, Gebauer, Instenberg, Nellessen (24. Buschke), Kühn (G),Sommermeyer (69. N. Breda), Grempler (72. Karaterzyan), Liebisch.

Schiedsrichter: Alrik Luther (Halle)

Zuschauer : 125.

Torfolge: 1:0 Lehmann ( 20.), 2:0 Lehmann (32.), 3:0 Thöner (56.) 4:0 Freihube(67.).