Tangerhütte l Viel besser kann eine sportliche Karriere gar nicht laufen. Luise Klein aus Tangerhütte hat innerhalb einer sehr kurzen Zeit eine Entwicklung genommen, wie sie sicher nur sehr wenigen Sportlern gelingt.

Aus der ehemaligen Leichtathletin bei Germania Tangerhütte ist inzwischen eine deutsche Volleyball-Nationalspielerin geworden. Dass sie es sogar zur Teilnehmerin an den am Sonnabend in Bulgarien beginnenden Europameisterschaften der Altersklasse U 18 geschafft hat, setzt dem Ganzen praktisch die Krone auf.

Das Volleyballtalent Luise Kleins wurde während der Zeit, als sie Leichtathletik betrieb, erkannt. Sie durfte sich an der Sportschule in Schwerin, einem der besten Volleyball-Ausbildungszentren Deutschlands, intensiv weiter entwickeln. Diese Chance hat der Blondschopf genutzt und Ende des vergangenen Jahres erste Einsätze bei Testspielen der deutschen Nationalmannschaft absolviert.

Anfang 2015 fand in Frankfurt/Main eine Qualifikationsrunde zu den EM statt. Hier setzte sich der Gastgeber schließlich gegen Weißrussland, Spanien und Israel durch, erreichte damit die Endrunde in Bulgarien. Auch die Altmärkerin Luise Klein war Bestandteil dieser erfolgreichen Mannschaft, und zwar als Zuspielerin.

In der vergangenen Woche wurde der da noch größere deutsche Spielerinnenkader in Kienbaum bei Berlin zusammengezogen. Dabei wurde noch einmal gesichtet und aussortiert, denn der endgültige EM-Kader umfasst zwölf Aktive.

Wichtiger Bestandteil dieses Abschlusslehrgangs war ein gemeinsames Trainingslager mit den polnischen Juniorinnen in Szczyrk.

Die DVV-Mädels gewannen den ersten offiziellen Vergleich 3:0 (25:17, 25:15, 25:22) und mussten sich im zweiten Länderspiel 0:3 (18:25, 24:26, 22:25) geschlagen geben. Dabei probierte Bundestrainer Jens Tietböhl viel aus, schließlich musste er noch seinen finalen 12-er Kader für die EM nominieren. Zwei Zuspielerinnen wurden ausgewählt und zu diesem Duo gehört Luise Klein.

Heute trifft die deutsche Mannschaft in Bulgarien ein und trifft ab Sonnabend in der Stadt Samokov auf namhafte Gruppen-Konkurrenz: Russland, Italien (EM-Zweiter 2013), Serbien, Slowenien und Griechenland.

Vor zwei Jahren wurde Deutschland EM-Siebenter. Natürlich hat sich das Team zum Ziel gestellt, besser abzuschneiden als beim letzten kontinentalen Championat.