In der 2. Bohlekegeln-Bundesliga, Staffel Süd-Ost, hat der Stendaler KC am Ende der langen Saison einen sehr guten fünften Platz belegt.

Stendal l Der SV Binde aus der Westaltmark wurde hinter den Rolandstädtern Sechster. Beide Mannschaften absolvierten somit eine fantastische Saison.

"Mit dem fünften Platz sind wir natürlich sehr zufrieden. Im Vorjahr waren wir Sechster, wir haben uns also noch einmal gesteigert", sagt KSC-Kapitän Klaus Borsch.

Vor der Saison war klar, die drei Berliner Mannschaften - Hertha, Spandau und NKC - werden oben mitspielen. Auch das Team aus Ilsenburg, das sich vor der Saison verstärkt hatte, war ein Staffelfavorit.

"So ist es ja dann auch gekommen. Aber auf dem nächsten Platz liegen wir. Der damalige Zusammenschluss von zwei Vereinen (PSV und Einheit, Anm. d. Red.) wirkt noch heute positiv nach", begründet Borsch das Leistungsniveau der Ostaltmärker.

Die haben auswärts immerhin sieben Punkte geholt. "Hätten wir zu Beginn der Saison nicht so eine Heimschwäche gehabt, dann hätten wir sogar ganz vorn mitgespielt", meint Borsch.

Durch den Wechsel von Rainer Brose vom TSV Tangermünde hat die Mannschaft zudem an Stärke gewonnen. Bester Spieler war Karsten Soisson, der in der Einzelwertung Platz zehn belegte. Danach platzierte sich schon der Stendaler Kapitän auf Rang elf. Dietmar Grabow, der aus Oebisfelde kommt, hat natürlich keine richtige Heimbahn, ist aber auswärts immer eine Bank. Steffen Hill und Marcel Borsch brachten als Stammspieler durchweg ihre Leistungen.

"Natürlich hatten wir bei einigen Auswärtsspielen auch personelle Probleme, aber wir haben ja eine starke zweite Mannschaft. Jetzt wird es aber Zeit, dass Spieler aus dem Nachwuchs nachrücken, damit wir uns weiter stabilisieren", blickt Borsch schon voraus..

Die Stendaler Mannschaft bleibt nach jetzigem Stand auch in der neuen Saison zusammen.

Auch in Binde ist man über Rang sechs erfreut. "Für mich war unsere mannschaftliche Geschlossenheit der Höhepunkt der Saison. Wir waren sehr ausgeglichen, und selbst, wenn ein Akteur ausfiel, konnten wir das gut auffangen und kompensieren", so Bindes Teamleiter Alf Schernikau.

Die Saisonbilanz der Westaltmärker liest sich also eher wie ein sauberes Arbeitszeugnis, als ein Abenteuerroman. Genau diesen malte man sich vor fünf Jahren aus, als die Binder in diese Liga aufstiegen und das "Abenteuer" angehen wollten. Mittlerweile gelang bereits zum fünften Mal der Klassenerhalt, und das so souverän wie nie zuvor. Der SV Binde um Teamleiter Alf Schernikau hat sich zu einer festen Liga-Größe gemausert, ist spätestens nach dieser Spielzeit als Heimmannschaft - auch von den absoluten Topteams - gefürchtet und hat sich weit über die Landesgrenzen hinaus einen Namen gemacht.

Doch noch kurz vor Saisonstart grummelte es in der Magengegend der Altmärker. Gerade so hatte man in der Vorsaison erst am letzten Spieltag den Ligaverbleib gesichert und dabei sicher ordentlich zugesetzt und einige graue Haare mehr dazubekommen. Aufgrund dieser Tatsache waren die Erwartungen für die Spielzeit 2014/2015 auch nicht ganz so hochgeschraubt. Doch es kam anders - ganz anders. "Ich hatte das schon vor dem Saisonstart gesagt. Wenn eine Mannschaft so knapp und auch mit ein bisschen Glück den Klassenerhalt schafft, dann wird das nächste Jahr entspannter. Und so kam es dann auch", freute sich Schernikau.

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