Auswärtsaufgaben haben die beiden Sachsen-Anhalt-Ligisten im Handball von der SG Seehausen am Wochenende zu verrichten. Die SG-Männer spielen am frühen Samstag-abend beim Güsener HC, die Seehäuser Frauen am gleichen Tag beim Rangdritten Bandits Magdeburg/Barleben II. In beiden Fällen sind die Altmärker Außenseiter.

Seehausen. Speziell die Seehäuser Frauen haben es in der Landeshauptstadt mit einem sogenannten "Hochkaräter" zu tun. Dennoch freuen sie sich auf diese Begegnung.

Frauen

Bandits Magdeburg/Barleben II - SG Seehausen (Hinspiel: 31:23). "Unsere Mannschaft spielt gern gegen dieses junge Magdeburger Team, in dem etliche Spielerinnen sind, die den Sprung in die erste Mannschaft schaffen wollen. Das ist eine spieltechnisch sehr gute Truppe. Die Begegnungen gegen sie sind nicht von der Taktik überfrachtet und nicht zu körperbetont" , schätzt SG-Mannschaftsbetreuer Uwe Willing ein, der während der Partie das Traineramt inne hat, weil Anja Wachholz privat verhindert ist.

Aller Voraussicht nach kann er am Wochenende nicht auf Katja Steinke zurückgreifen. Sie hatte sich eine Sprunggelenkverletzung zugezogen, die bis zum Sonnabend sicherlich noch nicht auskuriert sein wird.

Darüber hinaus ist nicht sicher, ob Christin Kracheel, die bekanntlich in Nordrhein-Westfalen wohnt, dabei sein wird.

Männer

Güsener HC - SG Seehausen (29:26). Der Gastgeber ist seit etlichen Jahren eine Art "Angstgegner" für Seehausens Männer. Es wird demnach schwer für die SG, am Sonnabend in Güsen zu bestehen. Thomas Hennigs, Trainer der Altmärker, weiß mit Blick auf die Leistung in der letzten Partie daheim gegen Haldensleben: (23:28): "Wenn wir die Angriffseffektivität nicht erhöhen, dann gewinnen wir kein Spiel mehr." Damit legt er den Finger auf die Wunde. In den letzten zehn Minuten der genannten Partie warfen die Seehäuser zum Beispiel nur noch ein Tor.

Am Sonnabend in Güsen wird weiterhin der gesperrte Christian Söhnel fehlen. Gegen dessen Sperre hat die SG übrigens Einspruch eingelegt. Der Einsatz von Benjamin Mittag (Arbeit) ist sehr fraglich.

Doch eine Seehäuser Personalie lässt aufhorchen. Der zuletzt ein halbes Jahr in Japan beschäftigte Aufbauspieler Matthias Spöttle fliegt am Donnerstag nach Deutschland zurück. Er wird künftig arbeitsmäßig in Europa wirken. Am Freitag will er am Training seiner Seehäuser Mannschaft teilnehmen. Wunderdinge sind nun natürlich nicht gleich zu erwarten. Vielleicht aber hilft seine Rückkehr, psychologische Bremsen zu lösen.