Nach zwei recht erfolgreichen Punktspielen haben die Verbandsligakicker des 1. FC Lok Stendal am Sonnabend in der Auswärtspartie bei Romonta Amsdorf eine 2:3-Niederlage einstecken müssen. Individuelle Fehler vor allem führten zur Schlappe. Das Ergebnis stand bereits zur Halbzeitpause fest.

Stendal. Die mitgereisten Lok-Fans, aber auch die Amsdorfer Offiziellen erwarteten nach den vier Punkten aus den ersten beiden Stendaler Spielen 2011 eine starke Leistung der Gäste.

Das Spiel begann auch ganz munter, bereits nach zwei Minuten tauchte Dell vor Lok-Keeper Konrad Javell auf, dieser entschärfte diese Chance aber souverän. Leider war das die einzige Leistung mit diesem Prädikat des Torwarts an diesem Tag. Bereits vier Minuten später wurde der Ball auf die halbrechte Position geschlagen, Javell lief heraus und Dell hob den Ball gekonnt zum Führungstreffer ins Tor. Stendal war nicht geschockt und schlug zwei Minuten später zurück. Auf der rechten Seite wurde Anderson angespielt, der den Amsdorfer Keeper-Routinier Bärwald zum 1:1-Ausgleich tunnelte. Bis zur 28. Minute plätscherte die Partie anschließend im Mittelfeld dahin. Danach ein öffnender Lok-Pass auf die linke Außenposition zu Benedikt Nellessen der den Ball nach innen brachte. An der Abwehr der Amsdorfer vorbei erreichte das Leder Dominik Eggemann, der mit der Seite ins kurze Eck einschob. Lok führte mit 2:1. Dieser Treffer brachte den Gästen einen Schub, mehrere Torchancen wurden gegen die wacklige Amsdorfer Abwehr erarbeitet, ohne den überfälligen 3:1-Treffer zu markieren. Danach patzte vor allem Javell noch in der ersten Halbzeit gleich zweimal, sodass Romonta die Führung drehte und nach 45 Minuten mit 3:2 vorn lag.

Die zweite Hälfte verlief ohne Höhepunkte. Stendal schaffte es nicht, gegen nicht gerade übermächtige Amsdorfer einen weiteren Treffer zu markieren. Die Flanken, von links oder rechts geschlagen, waren zu ungenau und stellten kein Problem für Bärwald dar. Es blieb beim 3:2 der Amsdorfer, Stendal ist dadurch wieder tiefer in den Abstiegskampf hineinzogen worden.

Henry Weiskopf, der kein Spiel seiner ehemaligen Lok-Mannschaft in Amsdorf versäumt, kommentierte; "Auch unser ehemaliger Keeper (Babbel) Bergner hätte, trotz seines fortgeschrittenen Alters, heute nicht schlechter gehalten".

Nicht nur der Keeper, die gesamte Lok-Mannschaft ist in Amsdorf deutlich unter ihren Möglichkeiten geblieben. Am Sonntag schreit es im Heimspiel gegen Sangerhausen nach Rehabilitierung.

Stendal: Javell - Kiefel, Runge. Werner, Groß, Gebauer, Erdmann, Anderson (78. Gödecke), Aumann (67. Assmann), Nellessen, Eggemann (90. Bathge).

Schiedsrichter: Maik Wiezoreck (Halle), Zuschauer: 100, Tore: 1:0 Dell (4.), 1:1 Anderson (6.), 1:2 Eggemann (22.), 2:2 Schlegel (32.), 3:2 Dell (45.).