Die Kreisoberligapartie zwischen der Reserve vom 1. FC Lok Stendal und der abstiegsbedrohten KSG Berkau ist von einer schweren Verletzung des Spielers Julian Müller überschattet worden. Das leistungsgerechte 1:1 geriet zur Nebensache.

Stendal. Die Kühne-Elf fand in der Anfangsphase überhaupt nicht ins Spiel, lag bereits nach wenigen Sekunden mit 0:1 zurück. Andreas Duhm war erfolgreich. Berkau ließ in der Folgezeit weitere Chancen liegen, baute den Gegner mehr und mehr auf. Nach 20 Minuten war der 1. FC Lok dann präsenter und übernahm das Kommando. Die Belohnung dafür ließ nicht lange auf sich warten, denn Goalgetter Marcel Brinkmann vollstreckte per Kopf nach einem Freistoß in der 27. Minute. Nach gut einer halben Stunde ließ sich der Berkauer Naom zu einer Tätlichkeit hinreißen und sah rot. Ein Stendaler, der ebenfalls in die Szene verwickelt war, kam glimpflich davon.

Die zweite Hälfte gehörte dann den Stendalern, die ihre Überzahl ausspielten und auf dem besten Weg zum Sieg waren, bis Julian Müller in der 63. Minute nach einem Kopfballduell mit dem Kopf auf dem hart gefrorenen Boden aufschlug, bewusstlos liegen blieb und mit einer schweren Gehirnerschütterung ins Krankenhaus eingeliefert werden musste. Nach einer längeren Unterbrechung entschieden sich die Spieler beider Teams, die Partie fortzusetzen. Geschockt durch die Geschehnisse brachte aber keine Mannschaft mehr ein gutes Spiel zustande, sodass es beim leistungsgerechten 1:1-Unentschieden blieb.

Julian Müller geht es derweil den Umständen entsprechend gut, wie Lok-Coach Heino Kühne, der sich bei den Berkauern für ihr faires Verhalten bedanken möchte, zu berichten wusste.

1. FC Lok Stendal II: Hermenau - Audorf (46. Beyer), Wehrmann, Meier, Renger, Belling, Brohmann, Müller (63. Turgut), Brinkmann, Lange, Büst.

KSG Berkau: Wiese - Winkler, Zander, Pietsch, Aschenbach (85. Mertens), Stach, Naom, Mooz, Korts, Duhm, Kersten (75. Weber).

Torfolge: 0:1 Andreas Duhm (2.), 1:1 Marcel Brinkmann (27.).

Bes. Vorkommnis: Rote Karte wegen Nachtretens für Naom (33./Berkau).