Die Kicker des 1. FC Lok Stendal stecken mitten im Abstiegskampf und benötigen dringend Punkte. Wenn sie bereits heute (Anpfiff: 19 Uhr) bei Union Sandersdorf antreten, dann als recht krasser Außenseiter. Der Gastgeber führt schließlich das Klassement an.

Stendal. Die Sandersdorfer verfügen nach 19 ausgetragenen Spielen über 41 Punkte und kämpfen mit dem Haldensleber SC (38), Preussen Magdeburg (38) und Grün-Weiß Piesteritz (37) um den Staffelsieg. Lok Stendal ist 13. und hat im Saisonverlauf erst 16 Zähler eingestrichen.

Ein weiteres Argument, das für Union spricht: Im Saisonverlauf hat die Mannschaft daheim noch nicht verloren. Neben fünf Heimsiegen stehen zwei Unentschieden zu Buche.

Das Hinspiel am Stendaler Hölzchen haben die Sandersdorfer nach einer 1:0-Führung durch Lok-Angreifer Dominik Eggemann (55.) noch gedreht und mit 3:1 zu ihren Gunsten entschieden.

In ihrem letzten Punktekampf am Sonntag gegen den VfB Sangerhausen, der übrigens vier seiner fünf Rückrundenspiele siegreich beendete, war wieder das Stendaler Phänomen der "grundverschiedenen Halbzeiten" zu erleben.

"Das lag in erster Linie an gravierenden individuellen Fehlern, die den beiden Treffern für Sangerhausen vorausgingen", so Lok-Trainer Volkan Uluc, der mit Blick auf die heutige Partie betont: "Ich hoffe, dass wir in Sandersdorf über 90 Minuten voll konzentriert sind und auf allen Positionen fehlerlos operieren."

Aller Voraussicht nach wird er mit der Aufstellung beginnen, die im Sangerhausen-Match begonnen hat. Das heißt, dass der zuletzt in der zweiten Halbzeit eingewechselte Neuzugang Henry Alika zunächst auf der Ersatzbank sitzen wird. "Er hat noch nicht die Sicherheit ausgestrahlt, die ich erwarte", begründet Trainer Uluc seine Entscheidung.

Übrigens gibt es heute, ebenfalls ab 19 Uhr, noch ein weiteres Verbandsliga-Punktspiel. In dem erwartet die erfolgreichste Rückrundenmannschaft, Askania Bernburg, den TSV Völpke.