Stendal. Die Kicker von Lok Stendal haben am Freitag-abend ihr Auswärtsspiel bei Spitzenreiter Union Sandersdorf mit 0:2 (0:1) verloren (Volksstimme berichtete).

Sie begannen bei Union, das ohne die verletzten Angreifer Marose und Bebber auskommen musste, mit einer Ausnahme in der gleichen Anfangsformation wie zuletzt. Der Brasilianer Anderson wurde für Dominik Eggemann aufgeboten. Von der ersten Minute sah man dem Gastgeber an, was er sich vorgenommen hatte. Er erarbeitete sich mit den Stürmern Parthier und Meinhardt ein spielerisches Übergewicht. In der 15. Minute wurde der Ball im Lok-Mittelfeld vertändelt, Gängel wurde auf der linken Seite steil geschickt. Kiefel konnte nicht mehr stören, sodass Gängel ins Stendaler Tor einschlenzte. Der Gastgeber erhöhte danach den Druck und erarbeitete sich eine Vielzahl von Möglichkeiten. So in der 20. Minute ein Direktschuss von Dominik Witt, den Javell abwehrte, oder ein Lattenknaller von Ebert (32.).

Die zweite Halbzeit sah ein völlig verwandeltes Gästeteam. Bissig in den Zweikämpfen, schnell das Mittelfeld überbrückend, schnürte es Union in der eigenen Hälfte ein. Folge waren Torchancen. Gebauer zog aus 20 Metern mit einem Knaller rechts am Tor vorbei (56.), vier Minuten später kratzte Bölke einen Schuss von Anderson aus dem linken Dreiangel.

Lok war überlegen gegen einen konditionell abbauenden Gegner und dem 1:1 wesentlich näher als der Gastgeber dem 2:0. Aber, wenn man erst mal unten steht hat man auch nicht das notwendige Glück. Dies hatte der Gastgeber, der bei seinen wenigen "Besuchen" in der Lok-Hälfte, als Parthier alles klar machte (88.).

Resümee von Sandersdorfs Trainer Schaller: "Wir haben eine starke Gästemannschaft gesehen, die ich am Ende der Saison in der Tabelle höher angesiedelt sehen würde."

Stendal: Javell - Kiefel (80. Valentim), Runge, Werner, Gross Erdmann, Butze, Gebauer, Aumann (60. Eggemann), Nellessen, Anderson (73. Alika).

Schiedsrichter: Wesemann (Arnstein), Zuschauer: 365, Torfolge: 1:0 Gängel (15.), 2:0 Parthier (88.).