Das zweite Heimspiel in Folge hat der Tabellenzweite vom VfB Germania Halberstadt vor der Brust. Am frühen Sonntag Nachmittag empfangen die Vorharzer Gastgeber das Schlusslicht Chemnitzer FC II im Friedensstadion.

Halberstadt. Halberstadt, "einer der großen Sieger des letzten Spieltages", so VfB-Co-Trainer Enrico Gerlach, hat es von der Papierform her am Sonntag einfach, stellt sich doch der Tabellenletzte im Friedensstadion vor. Die Aufsteiger aus Sachsen sind aber keineswegs abgeschlagen, lediglich je ein Punkt trennt die letzten drei Vereine in der Oberliga. Am Mittwochabend egalisierten die Chemnitzer einen 0:3-Rückstand im Nachholspiel gegen den 1. FC Lok Leipzig. Beim Toreschießen hat die U 23 sowieso weniger Probleme, denn auch der VfB Germania bekam dies im Hinspiel zu spüren. Da lagen die Sachsen beim Pausenpfiff mit 3:1 vorne, ehe Halberstadt die Begegnung noch mit 4:3 zu seinen Gunsten drehte. Das Problem des CFC ist eher das Tore verhindern, denn mit 39 Gegentreffern gehören sie zu den defensivschwächsten Teams.

"Wir müssen konzentrierter als sonst zu Werke gehen, haben uns daher auch in dieser Woche gezielt und fokussiert auf diesen Kontrahenten vorbereitet", unterstreicht Trainer Andreas Petersen die Wichtigkeit des nächsten Heimspiels.

Petersen erwartet eine "hochmotivierte Truppe, die auf jeden Fall den Abstieg in die Verbandsliga verhindern will, erst recht, weil die Erste wahrscheinlich in die 3. Liga aufsteigt und die eigene Reserve dann möglichst als Unterbau in der Oberliga aktiv sein sollte". Gleichzeitig weiß er aber auch, dass seine Mannschaft einen guten Lauf hat und an diesem Spieltag "die angenehmste Aufgabe von allen Spitzenteams".

Ein wenig stehen die Gastgeber auch unter Erfolgsdruck, denn nach dem vermeintlich einfachen Gegner warten mit Sachsen und Lok Leipzig sowie Spitzenreiter Auerbach drei hammerschwere Auswärtsaufgaben in Serie auf die Germania. Um weiterhin das Ziel Regionalliga anpeilen zu können, müssen vor den Englischen Wochen zunächst die Hausaufgaben erledigt werden.

Leeroy Götz (Leistenzerrung) und Martin Krüger (fiebriger Infekt) konnten in dieser Woche bisher nicht mit der Mannschaft trainieren.