Endlich hat es wieder mit einem vollen Erfolg für die Kicker des Fußball-Verbandsligisten 1. FC Lok Stendal geklappt. Nach drei Niederlagen in Folge ist der Oscherslebener SC am Sonnabend im heimischen Stadion Am Hölzchen mit 2:1 (1:1) bezwungen worden.

Stendal. Bis zur letzten Sekunde mussten die Lok-Fans warten, zum Teil zittern, bis der knappe Sieg für die Altmärker feststand. Sie bleiben auf Platz 13, haben aber nun sechs Punkte Vorsprung auf Völpke auf dem vorletzten Rang, der am Saisonende Abstieg bedeuten würde.

Die Partie begann praktisch in einer taktischen Zwangsjacke. Die Gäste aus Oschersleben wollten einen frühen Stendaler Treffer verhindern und standen bis auf Marco Wöhlert zumeist komplett und wohlgeordnet in der eigenen Hälfte. Lok, das in dieser Saison bekanntlich das Kurzpassspiel betont (zum Teil auch überbetont), kam zunächst überhaupt nicht zu Tormöglichkeiten.

Bei der ersten guten Chance allerdings war der Ball allerdings gleich drin im Kasten der Bördekicker. Nach einem groben Abwehrschnitzer des ansonsten guten Oscherslebeners Robin Schütte kam Loks Brasilianer Anderson an das Leder und vollendete kaltschnäuzig zur 1:0-Führung des Gastgebers (21).

Jetzt waren die Gäste genötigt, ihre eher auf Tore verhindern aufgebaute Taktik zu verändern. Das dachten sich die Gäste dieses Fußballspiels zumindestens. Doch schon im Gegenzug gelang Max Binsker, nachdem die Altmärker im Defensivverhalten teilweise haarsträubende Fehler machten, der Ausgleich zum 1:1.

Bis zur Halbzeitpause bauten die Gastgeber wieder mehr Druck auf, woran besonders der beste Mann auf dem Platz, Martin Gebauer, einen großen Anteil hatte. Er selbst scheiterte in der 35. Spielminute aus guter Entfernung mit seinem Schuss am Oscherslebener Keeper Florian Switala.

Die zweite Spielhälfte begann für den Gastgeber so richtig gut. Bereits in der 50. Spielminute markierte Benedikt Nellessen nach guter Flanke von Maik Aumann aus Mittelstürmerposition den Treffer zum 2:1 für die Altmärker. Nach dem Stendaler Tor gab es eine Schrecksekunde. Keeper Konrad Javell schied nach einer Beinverletzung aus. Ersatztorwart Dida (oder Bayeye Nikouetchoa) musste ran. Das Publikum war zunächst misstrauisch über sein Leistungsvermögen. Doch der schwarze Hüne wartete mit einer guten Leistung auf und eroberte sich erste Sympathien beim Stendaler Publikum.

Er bekam auch deshalb recht viel zu tun, weil die Gäste nach dem zweiten Gegentreffer entschieden beherzter angriffen und die Lok-Deckung teilweise nicht den besten Eindruck machte. Vorn wurde zudem einige sehr gute Möglichkeiten nach Kontern vergeben (Anderson, Nellessen, Gebauer).

Lok-Coach Uluc wollte aus den drei Partien gegen Oschersleben, Bernburg und Staßfurt insgesamt sechs Punkte holen. Drei hat er schon. Nun kommen aber erst einmal die erstarkten Bernburger ans Hölzchen.

Stendal: Javell (51. Dida) - Kiefel, Erdmann, Runge Alika - Gebauer, Butze - Anderson (83. Assmann), Aumann (87. Gödecke), Nellessen - Eggemann.

Schiedsr.: Menz (Könnern), Zuschauer: 230, Torfolge: 1:0 Anderson (21.), 1:1 M. Binsker (22.), 2:1 Nellessen (50.).