Die höchste Spielklasse, in der eine Mannschaft aus dem Landkreis Stendal um Punkte aktiv ist, wird wie 2010 in diesem Jahr von der Sportart Tennis besetzt. Die Herren 30 der SG Einheit Stendal spielen in der sogenannten Ostliga um Punkte.

Stendal. In der letzten Freiluftsaison kämpften die Altmärker gegen äußerst starke Konkurrenz in einer von zwei Gruppen der Ostliga wie die Löwen. Sie wurden Vierte von fünf Mannschaften und qualifizierten sich damit erneut für die Ostliga.

Die hat 2011 ein neues Aussehen. Die beiden bisherigen Staffeln wurden zusammengeführt. Nunmehr besteht die Liga aus acht Teams.

Drei Mannschaften (Berliner SC, Berliner SV 1892, TV Fronau) stammen aus der deutschen Hauptstadt, eins aus Sachsen (TC Blau-Weiß Dresden Blasewitz), zwei aus Thüringen (Erfurter TC Rot-Weiß, TC Schleiz) und ebenfalls zwei (TC Grün-Weiß Möser, SG Einheit Stendal) aus dem Bundesland Sachsen-Anhalt.

Für die Stendaler Mannschaft ist die Prognostizierung des Siegers überhaupt nicht wichtig. Hier dürften die Berliner Teams ein gewichtiges Wort mitreden. Es steigen zwei von den acht genannten Mannschaften ab, womit die Zielsetzung der Altmärker zu tun hat. Die heißt nichts anderes als: Klassenerhalt. Einheit-Mannschaftskapitän Jens Hetfleisch formuliert: "Unser Ziel kann nur der Klassenerhalt sein. Dieser scheint auch nur mit dem nötigen Glück zu realisieren."

Abgesehen von den Berliner Vereinen spielen in den übrigen Clubs viele Ausländer. Allen voran beim Erfurter TC Rot-Weiß, wo allein fünf Tschechen sowie Österreicher und ein Däne aufschlagen.

Übrigens war das Erfurter Team in den Jahren 2008 und 2009 Deutscher Meister der Altersklasse 30+. 2010 wurde die Mannschaft zurückgezogen und stieg 2010 aus der Regionalliga in die heutige Ostliga ab. Sogar beim zweiten Vertreter aus Sachsen-Anhalt, dem TC Grün-Weiß Möser, sind seit Jahren drei spielstarke Tschechen im Aufgebot.

Zum Kern der Stendaler Einheit Mannschaft gehören Martin Holis, Thomas Schumacher, Philipp Lehmann, Andreas Fester, Jens Hetfleisch, Michael Küssner, Lars Senger, Klaus Bergerfurth und Matthias Kühn.

Der Einsatz des besonders spiel- und kampfstarken Tschechen Martin Holis, der im Normalfall als Nummer eins vorgesehen ist, ist derzeit noch etwas fraglich, da er seit längerer Zeit erkrankt ist.

Der Kontakt zu den beiden ganz Neuen in der Einheit-Mannschaft, Philipp Lehmann und Klaus Bergerfurth, kam über Lars Senger zustande. Der aus Havelberg zu Einheit gestoßene Senger arbeitet in Berlin und trainiert dort mit diesen beiden Spielern.

Philipp Lehmann ist 31 Jahre alt und stammt aus Rheinfelden, Klaus Bergerfurth ist 30 und spielte zuvor für den TC Schellerberg in Essen. Über die Spielstärke des Duos ist den Stendalern natürlich noch wenig bekannt.

Es ist also wieder ein Tennis-Abenteuer, ein schönes allerdings, das der Einheit-Mannschaft da in wenigen Wochen wieder bevorsteht. Die altmärkischen Tennisfreunde werden das sicherlich gebührend beachten. Wie im Vorjahr etwa, als die Heimspiele des Teams im Einheit-Tennispark richtig gut besucht waren.

Die Stendaler beginnen ihre Saison am 5. Mai in Berlin-Fronau. Drei von insgesamt sieben Partien tragen sie daheim aus: am 15. Mai gegen Dresden, am 22. Mai gegen Erfurt (jeweils Sonntag). Die Begegnung gegen den Berliner SV wird am 2. Juni, dem Himmelfahrtstag, absolviert.