In der Fußball-Verbandsliga tragen die Kicker des 1. FC Lok Stendal am Sonnabend (Anpfiff: 15 Uhr) ein Heimspiel aus. Kontrahent im Stadion Am Hölzchen ist die Reserve des Halleschen FC.

Stendal. Geht man von der Statistik aus, dann dürfte diese Begegnung in Stendal eine "enge Kiste" werden. Nur im Aufstiegsjahr des HFC II in die Verbandsliga, das war 2004, erlitt die Mannschaft von der Saale eine deutliche 0:4-Niederlage am Hölzchen.

Danach gab es aus Stendaler Sicht nur noch einen weiteren vollen Erfolg (3:2), aber zwei Remis (0:0, 2:2) und zwei Niederlagen (1:2, 2:3).

Im Hinspiel der laufenden Punktspielserie verloren die derzeit auf dem zwölften Tabellenplatz stehenden Altmärker (21 Zähler) knapp mit 2:3 in Halle (7. Rang, 35 Punkte). Die beiden Stendaler Treffer markierte Maik Aumann.

Auch die augenblickliche Leistungsstärke deutet darauf hin, dass es morgen ein Spiel auf Augenhöhe geben wird. Stendals Team spielte zuletzt 1:1 in Staßfurt und zuvor im Nachholmatch 0:0 daheim gegen Bernburg. Halles Mannschaft verlor zuletzt 0:1 in Piesteritz und spielte zuvor jeweils 1:1 daheim gegen Staßfurt sowie in Oschersleben.

Stendals Trainer Volkan Uluc hat vor dem morgigen Spiel große Sorgenfalten auf der Stirn. In der Lok-Defensive tut sich eine große Lücke auf. Michael Runge sah bekanntlich in der Partie in Staßfurt Gelb/Rot und ist somit für den Wochenend-Spieltag gesperrt.

Darüber hinaus fallen auch noch Mannschaftskapitän Marcel Werner (gestern Weisheitszahn-Operation nach Vereiterung) und Philipp Gross (Leistenprobleme) aus. "Es wird auf jeden Fall sehr schwierig, diese Lücke zu stopfen. Halle ist eine hungrige laufstarke Truppe, die uns in der Abwehr sicherlich sehr fordern wird. Unter den geäußerten personellen Umständen wäre ich mit einem Punkt schon zufrieden", so der Lok-Coach. Mit von der Partie ist allerdings wieder der zuletzt gesperrte Dominik Eggemann.

Zwei Direktduelle von Kellerkindern

An diesem Spieltag stehen übrigens gleich zwei Direktduelle von abstiegsgefährdten Mannschaften an. Die zuletzt anruckenden Naumburger (12 Punkte) empfangen Staßfurt (18) und Völpke (13) das Team aus Amsdorf (20).