Seit ziemlich genau 100 Tagen ist Volkan Uluc Trainer beim Fußball-Verbandsligisten 1. FC Lok Stendal. Grund genug für Wolfgang Seibicke, ihm Fragen zu stellen.

Volksstimme: Der Kampf um den Klassenerhalt ist für Lok seit der 1:3-Heimniederlage am Sonnabend gegen den HFC II wieder nähergerückt. Wie sehen Sie die Situation?

Volkan Uluc: Es ist schon so. Als ich im Januar hier angefangen habe, war mir angesichts von allein vier Spielerabgängen in der Winterpause und der nicht gerade optimalen Vorbereitung klar, dass der Kampf um den Klassenerhalt schwer wird.

Volksstimme: Welche Verbesserungen gibt es seitdem?

Uluc: Die Mannschaft zieht gut mit. Wir haben uns im körperlichen Bereich verbessert. Auch, was die Taktik angeht. Unsere Deckung arbeitet solider. Unbedingt zu erwähnen ist, dass unser Zugang Martin Gebauer ein großer Gewinn ist - sportlich wie menschlich.

Volksstimme: Und wo hapert es zum Beispiel noch?

Uluc: In Stendal wird etwas versucht, was ich so bei meinen bisherigen Vereinen noch nicht vorfand, nämlich ein Spagat zwischen Arbeit, Schule und Fußball. Dadurch ist die Trainingsbeteiligung natürlich nicht optimal. Hier sind Verbesserungen notwendig.

Volksstimme: Wie schätzen Sie die Zusammenarbeit mit dem Vereinspräsidium ein?

Uluc: Ich werde vom Vorstand sehr unterstützt, die Zusammenarbeit ist sehr gut.

Volksstimme: Das letzte Saisonspiel trägt Lok am 4. Juni in Völpke aus. Wird es ein echtes "Endspiel"?

Uluc: Für mich bleibt es dabei: Es wird schwer. Doch wir müssen dieses drohende Endspiel unbedingt vermeiden und schon vorher die nötigen Punkte holen.