Der SV Eintracht Salzwedel hat am Sonnabend beim Heimspiel in der Fußball-Landesliga wieder keinen Zähler eingefahren (0:1). Dabei hat Eintracht-Coach Sigmar Pätzold in der Begegnung mit Stahl Thale so sehr auf eine Trotzreaktion seiner Elf gehofft. Doch die Punkte gingen beim Last-Minute-Sieg an die Harzstädter.

Salzwedel. Auch wenn der personelle Schuh drückte (Komnick, Schulz, Benecke, Bauer), war er nicht der Grund für die Niederlage gegen den Tabellenvorletzten. Es war wohl eher die mangelnde Einstellung einiger Salzwedeler Spieler und in der letzten Spielminute ein kapitaler Torwartfehler von Michael Piotrowski (Pätzold: "Den Ball fängt selbst mein Opa mit dem Hut weg"), der zur Niederlage führte. Bei dieser Aktion verletzte sich der Keeper am Knie und wird voraussichtlich längere Zeit ausfallen. Lediglich Norman Weiß bescheinigte der Coach eine starke Leistung. Doch das reicht selbst gegen die abstiegsbedrohten Stahl-Kicker nicht. Die spielten nämlich taktisch gegen spielstärkere Salzwedeler eine clevere Partie, machten hinten die Räume eng und lauerten auf einen Konter oder Standard. Das dieses Rezept aufgehen würde, zeigte letztlich der glückliche Sieg. Thale, das offensiv nur wenig Akzente setzte, hatte zudem zwei weitere gute Möglichkeiten. Nach fünf Spielminuten kam Steffen Hägemann frei zum Schuss, der jedoch zu harmlos war, um den Salzwedeler Schlussmann zu überwinden. Derselbe Akteur angelte sich nach Abstoß das Leder, um unbedrängt bis an den 16er zu stiefeln. Doch auch in dieser Szene zeigte er Nerven (71.). Die Salzwedeler hingegen hatten in der ersten Halbzeit nur eine gute Chance. Marian Falkenhagen erkämpfte sich den Ball im Mittelfeld, hämmerte knochenfrei das Leder über den Kasten hinweg. In der zweiten Hälfte war der Platzherr mit zwei guten Szenen vertreten. Ausgangspunkt war jeweils Norman Weiß mit einem Flankenschuss von rechts. Beim ersten Angriff nickte Matthias Wiese aus guter Position vorbei (59.), beim zweiten Mal nutzte kein Akteur dessen scharf in den Strafraum manövrierten Ball (67.). Weiß legte später auch einen Freistoß auf, der kanpp am Gebälk vorbeizischte.

Tor: 0:1 Marko Schnabel (90.).

SVE: Piotrowski - Burchardt, Müller, Roth, Gebert, Weiß, Wagner, Schulz N., Diekmann (65. Schmidt), Falkenhagen, Wiese.

SR: Bree.; Zuschauer: 131.

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