In der Männerfußball-Verbandsliga hat der 1. FC Lok Stendal das Heimspiel gegen die U 23 des Halleschen FC mit 1:3 verloren. Diskutiert wurde in und nach diesem Spiel insbesondere die Torwartfrage.

Stendal. Ich habe mich geirrt, als ich letztens behauptete, dass es bis auf Parasini und nun den Mann aus Kamerun ("Dida") keinen ausländischen Torsteher bei Lok Altmark gegeben hätte. Aufmerksame Leser, so unter anderem Jürgen Döbbelin, machten darauf aufmerksam, dass es 2000 bis 2002 mit Russi und Petko Petkov zwei bulgarische Brüder waren, die für die Stendaler das Tor hüteten.

Loks "Star-Statistiker" Matthias Riemann gab zu Protokoll, dass Russi Petkov übrigens mit Horst Falke die zweitbeste Gegentorquote der Altmärker (von 1,0) aufzuweisen hat: Petkov 15 Gegentore in 15 Spielen; Horst Falke 50 Gegentore in 50 Spielen.

Allerdings machte jener Bayeye Nikouetchoua, alias Dida (von den Fans auf der Nordwest-Seite des Stadions "unser schwarzer Panther" genannt) beim 0:1 keine gute Figur. Lag es nur an der Sonne, gegen die unser afrikanischer Freund kein Mittel (Mütze) fand?

Während noch in der Halbzeitpause von fast allen das Spielniveau gelobt wurde, auch die Tatsache, dass die Gäste im Gegensatz vor 14 Tagen zu Askania Bernburg nicht nur auf Toresicherung spielten; herrschte nach dem ernüchternden 1:3 nur noch Sprachlosigkeit.

Denn besonders im zweiten Durchgang bewies die U 23 Mannschaft des Halleschen FC, warum sie auswärts sehr stark ist: 28 Tore schossen unsere Gäste auf fremden Geläuf, auf heimischem Rasen waren es bisher nur 19.

Eine bessere Raumaufteilung, so dass die Außen bei den Gästen meist bestens besetzt waren, ihre technische Überlegenheit und manches andere mehr machten den Unterschied gegenüber den Gastgebern aus.

Fünf Punkte trennen nach dem 24. Spieltag in der Verbandsliga Sachen-Anhalt und dieser nicht erwarteten Niederlage den 1. FC Lok von einem Abstiegsplatz. Dieser Vorsprung muss allerdings noch sieben Spieltage überdauern.