Jetzt hat der VfB Germania Halberstadt den erhofften Puffer: Sechs Spieltage vor Saisonende liegen die Vorharzer fünf Zähler vor dem Zweitplatzierten aus Auerbach. Basis dafür war der knappe 1:0-Erfolg gegen die FCM-Reserve.

Halberstadt. Gegen den FCM hatte Trainer Andreas Petersen zwei Veränderungen vorgenommen. Für Roy Blankenburg rückte Timo Breitkopf ins Team, Leeroy Götz begann als linker Außenverteidiger an Stelle von Martin Krüger. Bei Götz ging im Spiel gegen die Landeshauptstädter allerdings die genähte Wunde vom Spiel beim 1. FC Lok Leipzig wieder auf, so dass er am kommenden Sonntag in Aue ausfallen wird.

Gegen die Magdeburger war der Germania erstmals die Bürde des Favoriten anzumerken: Anfangs agierten die Gastgeber zu passiv, forderten zu selten den Ball. War das Leder erobert, mangelte es zum Teil an Ballsicherheit und Passgenauigkeit. Über 90 Minuten gesehen hatten die Vorharzer aber mehr Spielanteile und vor allem in Halbzeit zwei eine Großzahl an Chancen. Florian Eggert (57.), Christian Siemund (68.), zweimal Fait-Florian Banser in der 84. Minute und vor allem Michael Preuß - in einer Überzahl-situation vier gegen zwei kurz vor dem Ende - hatten weitere Tore für den Tabellenführer auf dem Fuß.

Enttäuscht vom 0:1 zeigte sich FCM-Interimstrainer Carsten Müller: "Wir wollten nicht verlieren. Das ist uns nicht gelungen. Über 90 Minuten gesehen wäre ein Punkt möglich gewesen. Halberstadt hatte mit seiner Favoritenrolle zu kämpfen. Aus unserer Sicht ist es ärgerlich, dass Germanias erste gefährliche Aktion zum Gegentor führt. Ich mache meiner Mannschaft keinerlei Vorwürfe, sie ist engagiert aufgetreten."

Andreas Petersen zog das folgende Fazit: "Sicher war es vom Ergebnis her schwer erkämpft, aber der Sieg ist verdient. Zwischenzeitlich waren wir zu passiv, dennoch haben wir hinten wenig FCM-Chancen zugelassen. Dass glasklare Chancen unsererseits nicht genutzt wurden, ist sicher kritisch anzumerken. Jedem sollte jedoch klar sein, dass der Druck auf uns nun permanent größer wird. Hinzu kam in diesem Spiel der Wind, was kein Alibi sein soll, aber es war schwer, unter diesen Bedingungen zu spielen."

Bereits morgen Nachmittag macht sich der VfB Germania auf in Richtung Aue, wo am Sonntag um 14 Uhr die Partie des 25. Spieltags ansteht.