In der Männerfußball-Verbandsliga hat die Mannschaft des 1. FC Lok Stendal am Sonnabend bei Grün-Weiß Piesteritz deutlich mit 1:5 verloren. Da von den im Klassements unter den Stendalern stehenden Teams bis auf Staßfurt (0:0 gegen Haldensleben) alle übrigen ebenfalls unterlagen, ist in der Tabelle praktisch nichts passiert. Die Alarmsirene schrillt dennoch ganz besonders laut.

Stendal. Der aktuelle Zu standsbericht von der altmärkischen Elf ist es, der zu großen Sorgenfalten Anlass gibt. Lok hat, praktisch beim Einbiegen auf die Saison-Zielgerade, zwei deutliche Niederlagen kassiert. Dem 1:3 daheim gegen den Halleschen FC II folgte am Sonnabend das desaströse 1:5 in Piesteritz, was diesen Kontrahenten zweifellos zu einem Meisterschafts-Mitfavoriten macht.

Doch Lok wird durch die beiden aufeinander folgenden Schlappen alles andere als Selbstbewusstsein besitzen. Kann die junge Mannschaft sich aus dem Schlamassel herausziehen? Kann sie jetzt so kratzen und beißen, wie es eben im Abstiegskampf erforderlich ist?

Die Partie in Piesteritz wurde wie im Vorjahr auf Kunstrasen ausgetragen und begann für die Altmärker genau so, wie sich nicht beginnen sollte. Offenbar war die Mannschaft mit ihren Gedanken noch in der Kabine, denn schon in Minute eins fing sie sich durch Hinkelmann den ersten Gegentreffer ein. Danach erarbeiteten sich die Gäste gleich mehrere Torchancen durch Maximilian Butze (8.), Maik Aumann (13) und gar eine Dreifach-Möglichkeit (Benedikt Nellessen, Aumann, Dominik Eggemann), in der 23. Minute, doch die Lok-Spieler trafen nicht.

Das tat auf der Gegenseite erneut Hinkelmann (39.), so dass es mit einem 2:0 für Piesteritz in die Pause ging. Dort erfolgte ein Doppelwechsel. Alika und Martin Gödecke kamen für Martin Gebauer (Magenverstimmung) beziehungsweise Nellessen (Knöchel dick).

Nach gut einer Stunde Spielzeit verkürzte Aumann nach Alika-Zuspiel auf 1:2. Die meisten mitgefahrenen Stendaler Fans frohlockten, doch vergeblich. Drei Minuten später foulte der mit Gelb vorbelastete Danny Kiefel den Piesteritzer Ladislav Stefke im Strafraum und sah Gelb/Rot. Den fälligen Foulelfmeter setzte Freihube zum 3:1 in die Maschen.

Damit war der Drops gelutscht. Die Gastgeber beherrschten Lok nun fast nach Belieben und setzten noch zwei Torerfolge obendrauf. Die Stendaler Mannschaft muss jetzt sehr aufpassen, um nicht abzugleiten.

Stendal: Bayeye (Dida) - Kiefel, Werner, Runge, Gross, Butze, Gebauer (46. Alika), Anderson, Aumann (70. Valentim), Nellessen (64. Gödecke), Eggemann.

Schiedrichter: Wesemann (Amstein); Zuschauer: 220, Torfolge: 1:0 Hinkelmann (1.), 2:0 Hinkelmann (39.), 2:1 Aumann (61.), 3:1 Freihube (64./Foulelfmeter), 4:1 Hinkelmann (65.), 5:1 Stefke (72.), Gelb/Rot: Kiefel (64., wiederholtes Foulspiel).