Von Wolfgang Seibicke

Bismark. In der Landesliga Nord sind die westaltmärkischen Teams aus Mechau (2:4-Heimniederlage gegen Salzwedel) und Potzehne (trotz Sieges) akut abstiegsgefährdet.

Von der gleichnamigen Zone hat sich die Mannschaft vom TuS Bismark hingegen am Sonnabend recht weit entfernt. Nach dem 2:0-Sieg über die TSG Calbe, und die ist alles andere als eine Anhäufung heuriger Hasen, sind die Männer um Trainer Dirk Grempler nicht weniger als zehn Punkte von der Gefahrenzone entfernt.

Direkt darauf angesprochen, ob mit dem 2:0 gegen Calbe/Saale jetzt die Klassenzugehörigkeit gesichert sei, antwortete der TuS-Coach vorsichtig: "Es war ein wichtiger Schritt für uns, insbesondere für unsere Moral. Die Mannschaft hat richtig toll gefightet."

Zweifellos haben die Altmärker mit ihrem Laufspiel den Kontrahenten schwer beeindruckt und sind nicht zuletzt mit diesem Mittel zu den drei Punkten gekommen. Allein, wie sie zurückgeeilt sind, nachdem das Leder etwa beim Angriff verloren wurde, und wie sofort die Rückeroberung des Spielgeräts einsetzte, das verdiente höchsten Respekt. Auch in dieser Beziehung erwies sich Michael Metzger, nicht nur Mannschaftskapitän, sondern ebenso rechte Hand des Coaches auf dem Platz, als so richtig großes Vorbild.

Und als in der Schlussphase Calbe auf den Anschluss drängte, hat zum Beispiel ein Carlo Rämke gezeigt, dass er ein äußerst zuverlässiger Akteur ist. Er stopfte speziell auf der linken Defensivseite sich auftuende Löcher, ebenfalls mit starkem Laufspiel, und machte dabei alles richtig, was richtig zu machen war.

Ein Sorgenkind stellte allerdings der junge Christopher Schröder (Spitzname: Schrotti) mit seiner Unbeherrschtheit dar. Dafür sah er in der 44. Minute Rot. Wie wird der Trainer darauf reagieren? "Wir wissen, dass Schrotti ein Heißsporn ist. Er hat sich selbst am meisten über die Rote Karte geärgert. An den Pranger werde ich ihn aber jetzt nicht stellen. Auch beim ihm kann man sagen, dass er älter und weiser wird", so Dirk Grempler.