Steffen Rarek vom Tangermünder LV hat am Sonnabend den 9. Tangermünder Duathlon gewonnen. Damit holte er sich auch den ausgeschriebenen Landesmeistertitel bei den Herren. Unmittelbar nach dem Wettkampf unterhielt sich Volksstimme-Sportredakteur Frank Kowar mit dem Ausdauersportler.

Volksstimme: Haben Sie mit dem Gesamtsieg und dem Landesmeistertitel gerechnet?

Steffen Rarek: Ja. Eigentlich schon.

Volksstimme: Sie haben jetzt vier Mal in Folge den Tangermünder Duathlon gewonnen. Welcher Sieg war der leichteste?

Steffen Rarek: Ich denke, der im Vorjahr. In diesem Jahr hatte ich im Vorfeld eine Handoperation und habe nicht viel auf dem Rad gesessen. Deshalb war das Radfahren heute für mich die große Unbekannte.

Volksstimme: In den Vorjahren war immer viel Wind auf der Radstrecke. Heute wehte kaum ein Lüftchen, damit waren die Bedingungen gut, oder?

Steffen Rarek: Von den Bedingungen war es heute optimal. So gute Voraussetzungen hatte ich hier noch nicht.

Volksstimme: Weshalb haben Sie den Streckenrekord, den der Leipziger Michael Knopf vor sechs Jahren in Tangermünde aufstellte, nicht geknackt?

Steffen Rarek: Ich habe gerade gehört, er steht bei 1,17,54 Stunden. Wenn man bedenkt, dass wir jetzt noch eine zusätzliche Stadionrunde laufen und auch noch einige Umwege, dann war ich mit meiner Zeit eigentlich schon sehr nah dran.

Volksstimme: Was folgt jetzt?

Steffen Rarek: Jetzt fahren wir mit dem Verein und Osterburger Sportlern ins Trainingslager nach Tschechien. Am 1. Mai folgt die Deutsche Meisterschaft im Duathlon.

Volksstimme: Beim Tangermünder LV haben die Triathleten bei der Organisation und der Durchführung der Veranstaltung mitgewirkt. Haben nur Sie für die aktive Teilnahme frei bekommen.

Steffen Rarek: Das stimmt so nicht. Ich habe im Vorfeld die Anmeldungen bearbeitet. Außerdem war ich heute früh um 8 Uhr hier und habe mit aufgebaut. Ich hab mir nur für den Wettkampf die eineinhalb Stunden freigenommen.

Volksstimme: Sie haben im Vorjahr schon den Duathlon- Cup, der die Wettkämpfe in Osterburg, Tangermünde und Braunsbedra beeinhalt gewonnen. Richtig?

Steffen Rarek: Ja, und auch die zwei Jahre davor. Ich will in diesem Jahr wieder gewinnen.

Volksstimme: Sie wohnen in Leipzig, starten aber immer noch für den Tangermünder LV. Warum?

Steffen Rarek: Die Stimmung beim Tangermünder LV ist einfach sehr gut.

Volksstimme: Wo trainieren Sie?

Steffen Rarek: Ich trainiere sehr oft mit Sportlern aus Leipzig.

Volksstimme: Dann kommen Sie nur zu den Wettkämpfen hierher?

Steffen Rarek: Ich trainiere schon in Tangermünde, oft mit Jan Burmester, und fahre mit dem Verein auch ins Trainingslager.

Volksstimme: Waren Sie auch schon beim Tritahlon am Start?

Steffen Rarek: Ja natürlich, mit dem Tangermünder LV starte ich ja in der Landesliga. Mit dem Schwimmen habe ich da so meine Probleme, da muss ich noch trainieren.