Einen besonderen Leckerbissen für Handballfreunde hält der morgige Sonnabend ab 16 Uhr in der Osterburger Sekundarschulhalle bereit. Dort findet - zum dritten Mal in dieser Saison - ein Kreisderby zwischen der gastgebenden HSG und dem HV Lok Stendal statt. Und das ist gewöhnlich ein richtiger Handball-Knüller.

Osterburg/Stendal. Als Erstnordligisten duellierten sich die beiden Mannschaften bereits zweimal in der abgelaufenen Serie. Der Derbysieger war jeweils Osterburgs Mannschaft. Sie gewann am 30. Oktober 2010 in Stendal mit 35:33 und am 19. Februar dieses Jahres daheim mit 29:26.

Die Knappheit der Ergebnisse macht deutlich: Hier wurde Handball mit Herz geboten. Die beiden Derbys waren von großem Tempo, von spielerisch starken Angriffen und eben auch Spannung geprägt. So stellt man sich Derbys vor.

Diese Konstellation gibt es morgen vorerst das letzte Mal. Inzwischen nämlich ist Osterburgs Team als Nordligameister in die Verbandsliga Nord aufgestiegen.

Für den HV Lok Stendal gibt es in der kommenden Punktspielsaison allerdings neue Kreisderbys. Die führen die Rolandstädter mit den aus der 2. Nordliga aufgestiegenen Teams von Preussen Schönhausen und der SG Seehausen II zusammen.

Doch zurück zum Derby- "Klassiker": Beide Halbfinalisten qualifizierten sich durch Auswärtssiege in Magdeburg (Osterburg 29:27 bei TuS Neustadt, Stendal 29:26 beim MSV Börde) für die Vorschlussrunde.

Im Spiel gegen die Stendaler müssen die Gastgeber auf die Außenspieler Ricardo Eberhardt und Florian Skorz verzichten, die beide beruflich in Niedersachsen zu tun haben und das - unabhängig voneinander in Wolfenbüttel. Die jungen Paul Zierke und Dennis Hahne werden es auf diesen Positionen wohl ausrichten müssen.

Die Gäste aus Stendal werden offensichtlich in Bestbesetzung antreten können. "Wir wollen endlich einmal gegen Osterburgs Mannschaft siegen", so Frank Ziekau, der die HV-Mannschaft zusammen mit Reinhold Schlieker und Jörg Mahlich trainiert.

Und vielleicht gibt es ja in der nächsten Saison doch noch ein Pflichtspiel-Derby zwischen diesen beiden altmärkischen Mannschaften. Dann nämlich, wenn der HV Lok Stendal nicht nur das Derby in Osterburg gewinnt, sondern auch im Finale siegreich ist. In dem Fall dürften die Lok-Männer am HVSA-Cup teilnehmen, worin die Verbandsligisten, also auch Osterburg, automatisch eingebunden sind.