Die Handballmänner der HSG Osterburg sind durch einen 34:26-Sieg über den HV Lok Stendal ins Endspiel des Nordcupwettbewerbs eingezogen. Thomas Kuhlmann und Philipp Kiebach mit zwölf beziehungsweise neun Treffern waren die erfolgreichsten Torschützen beim Sieger, Tom Schumann mit sieben Torerfolgen treffsicherster Stendaler.

Osterburg. Der Osterburger Erfolg im Nordcup-Halbfinale fiel klarer aus als die beiden Punktspielsiege im Saisonverlauf. Dafür gibt es einen wichtigen Grund: Die Biesestädter sind in den letzten Jahren psychisch gereift. Es gibt keine längeren Phasen Unkonzentriertseins mehr.

Vor kommt das zeitweilige Abschalten in einem Spiel, das weiß jeder Handballer, durchaus mal. Die Biesestädter haben das jedoch minimiert. Das zeigten sie auch in der Pokalbegegnung am Sonnabend.

Beide Mannschaften begannen auf ausgeglichenem Niveau. Bis zum zwischenzeitlichen 5:5 war nicht klar, wohin die Reise an diesem Tag in der Osterburger Sekundarschulhalle gehen würde.

Dann aber scheiterten Stendals Angreifer gleich mehrfach am stark haltenden Osterburger Torhüter Mario Schrödter. Die HSG enteilte auf 8:5, hatte jetzt die Spielzügel fest im Griff und ließ mit einer sehr sattelfesten Abwehr bis zur Halbzeitpause nur noch wenige Gegentreffer zu. Nach 30 Spielminuten hieß es 18:11 für sie.

Stendals Mannschaft holte per dynamischem Zwischenspurt gleich nach dem Kabinengang zwei Treffer auf. Doch die Osterburger demonstrierten danach eben jene erworbenen Stärken bezüglich der Konzentration und erhöhten durch Philipp Kiebach per Heber in der 39. Minute auf 23:15. Kiebach sorgte schlichtweg für die beste Unterhaltung in dieser insgesamt recht harten, aber dennoch fairen Begegnung.

Allein seine Schlitzohrigkeit schon macht ein Spiel seines Teams ansehenswert. So eroberte er sich zum Beispiel in der 56. Minute das Leder beim Rückwärtsgang, als er ein schwaches Stendaler Abspiel nutzte. Den Ball kaum in der Hand, warf er ihn sogleich zum 32:25 in den zu diesem Zeitpunkt verlassenen Stendaler Kasten.

Johlender Beifall der deutlich über 150 Osterburger Fans war ihm sicher. Die skandierten da schon "Finale, hoho, Finale, hohohoho" und sogar "Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin". In die Hauptstadt geht es zum Nordcup-Endspiel zwar nicht, sondern nach Biederitz. Dort findet es am 7. Mai statt, Gegner ist Fortschritt Burg.

Osterburg: Schrödter, Götzky - Zierke 3, Th. Kuhlmann 12, Braune 4, Kiebach 9, Weber 1, Hahne, A. Kuhlmannn 3, Papendiek 2, Moll, Krüger.

Stendal: Kurze, Kalkowski, Vogel - Rosentreter 3, Zürcher 3, Hentschke 3, Hepper 2, Lemme, Hornuff 2, Schumann 7, Elsner 1, Leinung 5.