Osterburg. In Osterburg ist man derzeit sehr stolz. Die Handballmänner der HSG sind erstmals in der Historie Meister der 1. Nordliga geworden und steigen in die besonders leistungsstarke Verbandsliga Nord auf.

Dass es dazu kam, hat natürlich ganz besondere Gründe. Einer davon ist die simple Tatsache, dass der Erfolg im Training geboren wurde. Das ist natürlich eine Platitüde, doch im Falle der Osterburger Handballmänner muss man da einfach tiefer gehen. "Wir haben deutlich besser trainiert als in den Serien zuvor. Manchmal waren in den Vorjahren drei Spieler zu den Übungseinheiten anwesend, diesmal im Durchschnitt 80 Prozent", so HSG-Trainer Michael Bindemann, der ergänzt: "Hinzu kam der gute Zusammenhalt unter den Spielern. Da wurde auch mal der eine oder andere flotte Spruch gesagt, aber immer nach vorn gerichtet."

Zudem schlugen die zuvor A-Jugendlichen Paul Zierke, Dennis Hahne und Marcel Moll gut ein. Der vorherige Aufbauspieler Zierke zum Beispiel war von der Osterburger Rechtsaußenposition praktisch nicht mehr wegzudenken. Hahne ergänzte sich auf der linken Außenposition der HSG hervorrangend mit Florian Skorz.

Coach Bindemann, der mit seinen "Co", Guido Eberhardt, sehr gut harmoniert: "Die Mannschaft ist keineswegs schon an der oberen Grenze ihres Leistungspotenzials angekommen. Sie besitzt noch Steigerungsmöglichkeiten, die mit Blick auf die Verbandsliga unbedingt noch herausgekitzelt werden müssen."

In der abgelaufenen Saison handelten sich die Osterburger lediglich fünf Minuspunkte ein, durchweg auswärts und ausschließlich in der ersten Halbserie. 29:29 hieß es in Burg, 30:33 bei TuS Magdeburg und 35:42 bei Börde Magdeburg. Warum ausgerechnet bei Börde, das ja eher im unteren Tabellenfeld anzufinden ist? Bindemann: "In diesem Spiel hat bei uns gar nichts gepasst. Nicht nur etliche Pfostenwürfe waren die Ursache für die klare Niederlage. Da waren wir richtig schlecht."

Das behielten die Osterburger noch bis zum Rückspiel in den Köpfen. Hinterher aber nicht mehr, denn sie fegten die Landeshauptstädter mit 35:21 förmlich aus der Sekundarschulhalle.

Der Spieler der Saison bei den Osterburgern ist zweifellos der teilweise geradezu genial auftretende Philipp Kiebach gewesen. "Er hat sich auch als Person sehr gut entwickelt", so sein Trainer.

Wenn die Osterburger heute in Biederitz ab 17.30 Uhr gegen Burg um den Nordcup spielen, dann wird Ricardo Eberhardt das aus beruflichen Gründen (Wechsel nach Niedersachsen) zum letzten Mal tun. Aus den gleichen Gründen tritt Florian Skorz demnächst kürzer.

Aber: Linkshänder Robert Krause kehrt von der SG Seehausen nach Osterburg zurück.