Riesenjubel bei den Osterburger Handballern und ihrem zahlreichen Anhang in der Biederitzer Sporthalle in der Lessingstraße. Kurz zuvor haben die Altmärker dort im Nordcupfinale 2011 den Endspielkontrahenten Fortschritt Burg mit 37:30 bezwungen und sich zum insgesamt dritten Mal diesen Titel gesichert. Damit schafften sie erstmals das begehrte Double Meister und Pokalsieg.

Biederitz/Osterburg. Osterburgs Mannschaft galt vor der Partie als Favorit. Schließlich ist die Mannschaft erst vor wenigen Wochen überzeugender Nordliga-Meister geworden. Fortschritt Burg als Kontrahent wollte natürlich aber keinesfalls klein beigeben.

Das Spiel bekam dadurch natürlich die Spannung, die es über 45 Minuten auch beibehielt. Paul Zierke brachte die Altmärker, die von etwa 50 Anhängern vor Ort unterstützt wurden, mit 1:0 in Führung. Doch Burg glich bis zum 2:2 immer wieder aus. Insbesondere Dirk Wichmann bei den Fortschritt-Männern erwies sich als permanente Gefahrenquelle für die Altmärker.

Die waren trotzdem in der Folge das Ton angebende Team auf dem recht kleinen Spielfeld in der Biederitzer Sporthalle. Paul Zierke markierte in der 13. Spielminute das 6:3 für die Osterburger. Die waren weiterhin stärker am Ball und erhöhten nach dem zwischenzeitlichen 14:11 in einem Endspurt vor dem Pausenpfiff auf 17:12.

Nun galt es, den mit Sicherheit zu erwartenden Gegenschlag der Burger nach dem Gang in die Kabine abzuwehren. Der Widerstand von Fortschritt wuchs tatsächlich an.

Nach dem 21:17 (Siebenmeter Philipp Kiebach, 37.) verkürzte Wichmann zwei Minuten später auf 19:21 aus Burger Sicht. Die Begegnung war wieder sehr eng geworden.

Doch wie im Saisonverlauf in der 1. Nordliga mehrfach passiert, zogen sich die Osterburger konzentriert und selbstbewusst aus der Krise. Thomas Kuhlmann schloss einen HSG-Zwischenspurt mit seinem Treffer zum 26:19 ab (44.).

Einmal noch geriet der Osterburger Erfolg in Gefahr. Das war der Fall, als sich der bis dahin äußerst treffsichere Torjäger Thomas Kuhlmann verletzte. Doch Paul Zierke, bis dahin auf der rechten Außenposition eingesetzt, füllte die Lücke blendend aus.

Kunststück, hatte er doch in der HSG-Jugend stets im halblinken Aufbau gespielt. Von dort warf er in der 54. Minute zum zwischenzeitlichen 33:26 ein. Zu jenem Zeitpunkt spätestens fing der HSG-Anhang an zu jubeln. Burg verzweifelte, ein Akteur handelte sich die Rote Karte ein.

Nach 60 Spielminuten war der Jubel bei den Osterburger Spielern eher verhalten. Zu klar war die Überlegenheut. Doch danach steigerte sich das noch erheblich...

Osterburg: Götzky - Th. Kuhlmann 11, A. Kuhlmann, Kiebach 9, Weber 3, Hahne 2, Zierke 6, Skorz 3, Braune 1, Papendiek 1, Eberhardt, Krüger 1.

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