Stendal (rwi/wse) l Die Lizards reisten dabei zum bislang sieglosen Tabellenschlusslicht. Dass der BBC die Auwärtsfahrt mit breiter Brust antrat, lag nicht nur an der Tatsache, dass mit zuletzt zwei Siegen aus drei Spielen ein klarer Aufwärtstrend zu erkennen war, sondern auch daran, dass Trainer David Braun auf die gesamte große Garde des BBC zurückgreifen konnte.

Neben Alexander Herrmann, der sein Saisondebüt gab, meldete sich auch Christian Büst nach mehrwöchiger Verletzungspause einsatzbereit. Die Lizards stellten sich auf eine harte Prüfung ein, verlor man in der vergangenen Saison das Duell in Wittenberg doch deutlich.

Die Gastgeber eröffneten die Partie mit einem Dreier, doch auch der BBC konnte durch agressives Nachsetzen am gegnerischen Brett punkten. Keines der beiden Teams konnte sich in der Anfangsphase absetzen und auch eine 16:11 Führung der Lizards durch zwei schnelle Dreier von Lars Adams, konterten die Hallenherren. Vor allem der Wittenberger Topscorer Tobias Puppich erzielte in dieser Phase auch aus scheinbar aussichtslosen Positionen sehenswerte Punkte. Dennoch ging der BBC mit einer 22:19 Führung in die erste Unterbrechung. Aus dieser kam Wittenberg mit viel Dampf. Ein 10:2 Lauf brachte den BBC schnell mit 24:29 ins Hintertreffen, ehe Mogk und Adams von der Dreipunktelinie den Anschluss wiederherstellen konnten. Nun rollte der BBC-Express, bei dem sich vor allem Adams mit zwei weiteren Dreiern als Lokomotive erwies. Ein 11:0 Lauf bescherte den Lizards eine mühsame 8-Punkte-Führung (41:33), die bis zur Halbzeitpause leicht schrumpfte. (43:37)

Nach der Pause war der Gast hellwach

Nach der Pause startete der BBC hellwach und baute den Vorsprung sukzessive aus. (51:41). Dennoch zeigte sich die Lizards-Defense lückenhaft. Vor allem die vordere Verteidigungsreihe schaffte es zu selten die gegnerischen Flügelspieler zu stoppen, sodass Wittenberg zu einfachen Punkten kam. Zudem schien der Korb nun wie vernagelt. Selbst hart erarbeitete Freiwürfe fanden kaum ihr Ziel. (1/8 im dritten Viertel) Stattdessen reihte sich Ballverlust an Ballverlust, sodass Wittenberg in der 28. Minute sogar die Führung übernahm. (53:55) Der individuellen Klasse von Christian Klaus und Lars Adams war es in dieser Phase zu verdanken, dass der BBC nicht nur im Spiel blieb, sondern bis zur letzten Viertelpause auch wieder die Führung übernahm. (61:59)

Spannende Schlussphase

Wittenberg mobilisierte noch einmal alle Kräfte, während der BBC sich zu oft nur durch Fouls zu helfen wusste. Die Führung wechselte nun im Minutentakt. Zum Ende der Partie gelang des dem BBC, das Tempo wieder zu verschärfen und plötzlich wurde auch die Verteidigung wieder zupackender. Ein 12:3 Lauf brachte die Entscheidung, da beim Gegner nun auch der Glaube an den Sieg zu schwinden schien (84:77). Letztlich rettete der BBC die Führung an der Freiwurflinie über die Zeit. Mit einem 87:81 Auswärtssieg im Gepäck traten die Lizards somit erschöpft, aber glücklich die lange Heimreise in die Altmark an. Trainer Braun sagte nach dem Spiel: „Heute lief sicher nicht alles rund, dennoch haben wir am Ende kämpferisch überzeugt und uns gegen eine Niederlage gestemmt. Dieser Sieg ist im Abstiegskampf enorm wertvoll.“

 

BBC Stendal: Adams (36 Punkte), Mogk (18), Büst (11), Klaus (8), Goroncy (4), Gäde (8), Herrmann (2), Braun, Gatzka, Noori, Wille.