Stendal l Auf dem Programm steht der 23. Spieltag. Alle Partien werden am Sonnabend um 15 Uhr angepfiffen.

Der Vorletzte des Klassements, der SV Blau-Gelb Goldbeck, erwartet dabei den Tabellenführer SSV Havelwinkel Warnau. Die Goldbecker haben jetzt wieder Blut geleckt und die letzten beiden Spiele (3:1 gegen Osterburg, 1:0 in Krüden) gewonnen. Fehlen wird morgen Lars Bethge, der in der Vorwoche die Gelb-Rote Karte sah.

Favorisiert sind natürlich klar die Gäste, die weiterhin fünf Punkte Vorsprung vor dem Rangzweiten aus Gardelegen haben und derzeit von Sieg zu Sieg eilen.

Das zweite Derby mit Mannschaften aus dem Landkreis Stendals heißt FSV Havelberg gegen TuS Wahrburg. Das vergangene Wochenende lief wie gemalt für die Domstädter. Erst gewannen sie gegen Tangermünde 3:2 und danach in Jävenitz 3:1. Mittlerweile ist Havelberg bis auf Platz sieben in der Tabelle geklettert. Da wird nach unten nichts mehr passieren.

Anders sieht es bei den Gästen aus, die nach dem 1:3 in Beetzendorf weiterhin im Abstiegkampf involviert sind. Da ist jeder Punkt nötig. Auf Kevin Beckmann können die Wahrburger nicht zurückgreifen, er ist nach seiner Gelb-Roten Karte gesperrt.

Beim Rangzweiten SSV 80 Gardelegen ist der Osterburger FC zu Gast. Für die Biesestädter läuft es derzeit überhaupt nicht. Nach Niederlagen gegen Goldbeck und Salzwedel ist der OFC bei 25 Punkten hängen geblieben. Noch ist Luft nach unten, aber einige Zähler brauchen die Osterburger noch.

Für Gardelegen läuft es zwar weiterhin in der Liga gut und man bleibt Spitzenreiter Warnau auf den Fersen, doch den Einzug ins Pokalfinale (Altmark-West) haben die Gardelegener durch das 1:2 gegen Liesten verpasst. „Das wird uns nicht umwerfen, es geht jetzt von vorn los. Wir hatten einfach mehrere angeschlagene Spieler, die sich durchgequält haben“, denkt SSV-Trainer Norbert Scheinert zurück.

Die Rolandstädter können sich nun auf die Liga konzentrierten und wollen gegen Osterburg nachlegen. „Im Hinspiel haben wir uns zu einem knappen 1:0 gequält. Jeder Spieler muss wie immer an seine Grenze gehen“, weiß Scheinert. Da Clemens-Paul Berlin zurück im Kader ist und somit alle Akteure zur Verfügung stehen, stehen die Vorzeichen für den SSV sehr gut.

Beim SV Eintracht Salzwedel 09 muss SV Krüden/Groß Garz Farbe bekennen. Wenn der Rangvierte aus Salzwedel auf das Schlusslicht trifft, dann sind die Rollen klar verteilt.

Die Ostaltmärker kommen in der Rückserie überhaupt nicht in die Gänge. Niederlage reiht sich an Niederlage. Fast scheint es so, als hätte man sich mit dem Abstieg schon abgefunden. Salzwedel ist morgen klarer Favorit.

Allerdings warnt Eintracht-Trainer Burghardt Schulze seine Mannschaft. „Wir haben keinen Grund, überheblich zu sein, und müssen jeden Gegner ernst nehmen“, so Schulze, der weiter sagt: „Unseren eingeschlagenen Weg wollen wir fortsetzen. Wir waren zuletzt schon bei 70 bis 80 Prozent von dem, was ich erwarte. Krüden/Groß Garz ist eine Mannschaft, die über die Zweikämpfe kommt. Daher ist es für uns wichtig, die Zweikämpfe besser zu führen.“ Neben dem verletzten Stefan Schmidt fehlen auch die privat verhinderten Kevin Gebert und Melvin Michael, doch Ausreden zählen diesmal an der Jeetze nicht.

Die Auswärtshürde SV Liesten muss Rot-Weiß Arneburg bewältigen. Nach zwei Niederlagen (Havelberg, Wahrburg) haben die Elbestädter beim 2:2 gegen Möringen wieder ihre gute Seite gezeigt. Sollten die Arneburger gewinnen, würden sie den fünften Platz von Gegner Liesten übernehmen.

Mit breiter Brust wird jedoch Liesten ins Heimspiel gehen. Die Elf von Trainer Michael Piotrowski hat ein perfektes Osterwochenende hinter sich. Einem 5:0 in der Liga in Haldensleben folgte durch ein 2:1 in Gardelegen der Einzug ins Pokalfinale Altmark-West. „In Gardelegen haben wir richtig gut gespielt. Darauf wollen wir aufbauen und gewinnen“, verrät Liestens Sektionsleiter Mario Schulz.

In der Liga arbeiten sich die Wiese und Co. tabellarisch auch immer weiter nach oben. „Spielerisch sind sicherlich noch leichte Schwankungen da, insgesamt haben wir uns aber schon ganz ordentlich entwickelt. Offensiv kriegen wir immer unsere Chancen. Wenn wir hinten dann auch noch gut verteidigen, haben wir gute Chancen“, weiß Schulz, der weiter erklärt: „Arneburg ist eine recht erfahrene Truppe mit einigen schnellen Spielern, gegen die man nicht viele Standards zulassen darf.“ Henning Schröder ist verletzt und fehlt, ansonsten hat Coach Piotrowski personell die Qual die Wahl.