Sie wollten unbedingt einen Sieg einfahren, die Handballer des SV Langenweddingen, was schließlich am Ende auch standesgemäß gelang. Dank des 35:27-Auswärtserfolges beim HV Wernigerode konnte nicht nur ein erfolgreicher Start hingelegt werden, auch das Punktekonto wurde auf 24:0 ausgebaut.

Langenweddingen l Damit meisterten die Schützlinge um SVL-Trainer Markus Deinert die erste von vier aufeinander folgenden Auswärtsaufgaben, der Vorsprung auf Verfolger Spergau bleibt somit bestehen.

Dazu benötigte der SVL eine eher durchschnittliche Leistung, vor allem mit dem Deckungsverhalten im zweiten Durchgang, sowie der teils fahrlässigen Chancenverwertung konnte man nicht gerade zufrieden sein, ohne jedoch in Gefahr zu geraten.

Nur zu Beginn der Partie nutzte der Gastgeber die vielen Fehler im Langenweddinger Aufbauspiel und kam mit schnellen Konterangriffen zu einfachen Treffern. Die Führung wechselte hin und her, bis zum 5:5 blieb die Partie ausgeglichen. SVL-Schlussmann Michael Eisenkolb, der den sich vorm Spiel verletzenden Matthias Krüger vertrat, zeigte tolle Paraden, hatte dennoch sehr oft Pech.

Doch es waren die Sülzetaler, die dann so langsam das Zepter übernahmen. Über 6:8 und 7:10 zog man auf 8:13 davon. David Stolze hatte dabei einen starken Auftritt, war in Hälfte eins nicht zu stoppen. Die Deckung blieb weiter aufmerksam und auch vorne lief der Ball nun besser durch die eigene Angriffsreihe, alle Positionen wurden mit einbezogen und auch Torgefahr entwickelt. Christian Stark und Stefan Schult nutzten ihre Freiräume. Schließlich ging es mit einer 10:15-Führung in die Pause, was erst mal für Ruhe sorgte.

Es ging gleich erfolgreich weiter. Der SVL startete gut, traf sofort zum 10:17 und erhöhte auf 12:20, zwang somit die Harzer zur Auszeit. Zu diesem Zeitpunkt war es Stefan Schult, der sich in den Vordergrund spielte. Immer wieder fand er Lücken im Eins-gegen-Eins oder war durch aufopferungsvolles Stoßen erfolgreich. Zusammen mit Tim Heine, sowie Matthias Schröder, der hervorragend von Matthias Scheller am Kreis bedient wurde, erhöhte der SVL in seiner besten Phase sogar auf 17:26 und sorgte somit nach 45 Spielminuten für die Vorentscheidung.

Dies nutzte die Langenweddinger Bank zum durchwechseln, leider litt der eigene Spielfluss enorm darunter. Zwar waren David Stolze und Christian Stark weiter erfolgreich, doch zu viele weitere Fehler im Spielaufbau, sowie ein zu passives Abwehrverhalten verhinderten ein mögliches Heimdebakel.

Im Gegenteil, Wernigerode war beim 24:29 wieder im Spiel, doch zum Glück riss sich der Gast noch mal zusammen und steigerte sich gegen Spielende. David Stolze und Christopher Ebert erhöhten wieder, ehe Carlo Bzdok der 27:35-Endstand gelang.

Nach Spielende bedankte sich die Mannschaft bei all seinen treuen, mitreisenden Fans, die das Team wieder einmal hervorragend unterstützt hatten. Nun geht es für den SVL in der kommenden Woche zum heimstarken HBC Wittenberg, wo schon so mancher Favorit strauchelte. Hier bedarf es dann aber einer Leistungssteigerung, will man doch weiterhin in der Erfolgsspur verweilen.

SV Langenweddingen: M. Krüger, M. Eisenkolb - C. Bzdok (1), D. Stolze (13), C. Stark (5), N. Bollmann, S. Schneider, C. Ebert (3), M. Scheller, M. Schröder (3), M. Seifert, T. Heine (3), A. Rohr (1), S. Schult (6).