Neuwegersleben (tst) l Unterschiedlicher und brutaler können zwei Halbzeiten nicht sein. Beschäftigte sich der SV Neuwegersleben während der Halbzeitanalyse noch mit der Taktik, um das vorentscheidende 3:0 zu erzielen, sah man nach Spielschluss in der Kabine nur hängende Köpfe. Unglaublich: Soeben hatte man eine sichere 2:0-Führung leichtfertig aus der Hand gegeben und konnte durch das Siegtor für den TSV durch Andreas Graul (86.) nicht mal einen Punkt mitnehmen.

Dabei startete der SVN furios und ging nach Flanke von Marcel Stadler und Direktabnahme von Patrick Buchholz bereits in der ersten Spielminute in Führung. In der 34. Minute vollendete dann Dennis Krüger eine Ecke von Lukas Bawohl mit dem Kopf zum 2:0. Eine weitere Chance wurde vom Pfosten vereitelt.

Hadmersleben verbuchte insgesamt leichte Vorteile im Spielaufbau, doch Neuwegersleben konterte jederzeit gefährlich. Der TSV erhöhte zu Beginn der zweiten Hälfte erwartungsgemäß den Druck und erzielte in der 51. Minute das Anschlusstor durch Tom Jacobs. Neuwegersleben schüttelte sich kurz und kam seinerseits zu Chancen. Doch Bergling im Tor des TSV reagierte drei Mal glänzend und hielt seine Mannschaft im Spiel. Eine Unkonzentriertheit in der Abwehr des SVN brachte Michael Pütsch nach 75 Minuten in Ballbesitz, und der ließ sich die Chance zum Ausgleich nicht entgehen. Der Gastgeber wollte das Blatt nun noch einmal wenden, hatte aber mit zwei weiteren Pfostenschüssen Pech. Dann zerstörte Graul mit seinem Treffer kurz vor Schluss alle Hoffnungen des kämpferisch und läuferisch starken SVN. Schiedsrichter Thomas Preuß, so berichten die Gastgeber, pfiff kleinlich. Um seine Linie beizubehalten, musste er das Spiel sehr häufig unterbrechen. Dies war dem Spielfluss nicht förderlich und brachte etliche Gelbe Karten mit sich. Dennis Krüger (SVN) erhielt in der 88. Minute die Gelb-Rote.