Oschersleben (oju) l Die Handballer des SV Lok Oschersleben haben das Derby gegen den Kreisrivalen TSV Wefensleben in einem hochklassigen Spiel mit 26:24 Toren gewonnen.

Die Gäste setzten gleich ein Achtungszeichen und gingen mit 2:0 in Führung. Der SV Lok nahm sich immerhin fünf Minuten Zeit, bevor Daniel Bentsch zum ersten Mal für die Hausherren traf. Jetzt entwickelte sich ein temporeiches Spiel, allerdings blieben Tore Mangelware, weil beide Abwehrreihen mit hervorragenden Leistungen glänzten. Selbiges muss auch über die Torhüter beider Mannschaften gesagt werden, sie waren an diesem Samstag ein starker Rückhalt für ihre Teams.

Im weiteren Verlauf wurde die Partie ruppiger, beide Teams sind wohl etwas übermotiviert in dieses Derby gegangen. Erst nachdem drei Wefensleber Spieler fast gleichzeitig mit Zeitstrafen belegt wurden, besannen sich die Kontrahenten wieder auf das Handballspiel.

Zum Ende der ersten Halbzeit hatte Lok leichte Vorteile, erkämpfte sich durch eine offensive Abwehr immer wieder den Ball und zeigte Tempohandball. Weil auch der TSV stark aufspielte, konnte sich bis zur Pause kein Team so richtig absetzen. So wurden mit einer leichten Führung von 12:10-Toren die Seiten gewechselt.

Die Zwei-Tore-Führung des SV Lok hatte nach dem Wiederanpfiff nicht lange Bestand. Die Gäste glichen in der 33. Minute zum 12:12 aus. Danach war die Partie an Spannung kaum zu überbieten. Beide Mannschaften suchten weiter mit spielerischen Mitteln den Erfolg, sodass die zahlreichen Zuschauer ein gutklassiges Spiel geboten bekamen. Die engagierten Hausherren legten vor, doch Wefensleben legte nach. Mitte der zweiten Halbzeit wechselte die Führung ständig.

Nach 52. umkämpften Spielminuten lagen die Hausherren mit 22:20 Toren in Front. Die Gäste nahmen nun eine Auszeit, um das Ruder vielleicht doch noch einmal herumreißen zu können. Aber die Hausherren spielten konzentriert weiter und erhöhten mit Tino Fischer und gleich darauf Daniel Bentsch auf 24:21. Diesen Vorsprung hat das Team in der hektischen Schlussphase bis zum Abpfiff verteidigt und weitere wichtige Punkte zur Sicherung des ersten Tabellenplatzes eingefahren. Einen Wermutstropfen gab es in dieser Partie: Der Wefensleber Sven Harbich hatte zum wiederholten Male aus dem Spiel heraus einen Nasenbeinbruch erlitten.

SV Lok Oschersleben: Philipps, Günther - Hilliger, Rudolph (5 Tore), König (1), Müller (3), Röhler, Wesemeier (5),Dennis Fischer (1), Tino Fischer (4), Bentsch (4), Schuster, Schwarz (3), Kutzner.

TSV Wefensleben: Hohe, Kaleta - Harbich (1), Buchwald (1), Distelberg ( 12 ), Wilke (4), Jolk (1), Oeltze (4), Florian Perbandt (1), Christoph Perbandt, Simon, Gerlinger, Horst.

Siebenmeter: SV Lok: 2/1; TSV: 7/6; Zeitstrafen: SV Lok: 6, TSV: 4; Rote Karte: SV Lok: 1.