In einem von Spannung und Kampf geprägten Kreisderby feierte die OSC-Reserve einen glücklichen Sieg.

Oschersleben l Zunächst stand der OSC-Torhüter im Blickpunkt. Nach drei Minuten war er nach einem Kopfball gefordert, nach acht und noch einmal nach 17 Minuten fanden Philipp Neubauers 25-Meter-Freistöße in Markus Hinze ihren Meister. Die Gastgeber taten sich gegen den böigen Wind schwer. Die Hötensleber versuchten sich mit Fernschüssen, die jedoch nicht präzise waren. Dennoch ging das Spiel munter hin und her. Aufregung in der 31. Minute: der Ball lag nach einem Schuss von Neubauer im OSC-Tor. Schiedsrichter Benedict Ohrdorf entschied nach Absprache mit Assistent Marcel Rabe aber auf Abseits.

Bei einer eigentlich harmlosen Situation nach 39 Minuten schaltete Wenzel am schnellsten und schoss zur 1:0-Führung für die Oschersleber ein. Kurz darauf hätte Born, von Wenzel bedient, nachlegen müssen, allerdings reagierte Koch sehr gut. Eine Minute später war er dann geschlagen, aber Ringling verhinderte ein weiteres OSC-Tor. Kurz vor dem Pausenpfiff hätte Wenzel nachlegen müssen, rutschte jedoch aus und brachte den Ball so nicht unter Kontrolle.

Die zweite Hälfte begann mit einer Unachtsamkeit des SVH, aber auch hier war Koch ein sicherer Rückhalt. Die Gäste hatten jetzt mehr vom Spiel, kamen zu einigen Chancen. So auch zu einem weiteren Treffer, aber Assistent Bernd Scheer sah Neubauer im Abseits. Von Kapitän Tobias Kittel immer wieder angetrieben, erhöhte der SVH den Druck, dabei spielten ihm zwei Feldverweise gegen die Oschersleber in die Karten. Nach 60 Minuten traf es Sebastian Dolle, eine Minute später Markus Juderjahn. Nach einem Foul an Kittel in Höhe der Mittellinie sah er die Rote Karte. Eine harte Entscheidung!

In der 74. Minute rettete Hinze dann vor Marian Deicke. Deicke war es auch, der anschließend aufgrund seiner zweiten Gelben Karte den Platz verlassen musste. Zehn Minuten vor Schluss die dickste Möglichkeit zum Ausgleich: Dustin Kremling scheiterte aber ebenfalls an Hinze. Der OSC verteidigte fast ausschließlich, nur selten gelang es zu kontern. Für die letzte Aktion sorgte Torhüter Koch. Er stand an der Mittellinie und schoss von dort den Ball weit über den Hinze-Kasten.

OSC II: Hinze, Dolle, Hübner, Winterberg, Hoffmann, Born (90. Paulinski), Muhl, Breyer, Wenzel (90. Mattern), Bunke (90. Kraetzig), Juderjahn

SV Hötensleben: Koch, Doerge (75. Schmidt), Ringling, Kremling, Grube, Deicke, Rzehaczek, Neubauer, Kittel, Böttcher, Peine

Torfolge: 1:0 Wenzel (39.)

Schiedsrichter: Benedict Ohrdorf, Bernd Scheer, Marcel Rabe; Zuschauer: 53