Der Endspurt der Handball-Bezirksliga, Staffel West bleibt weiter spannend. Das ist das Fazit nach dem Spitzenspiel vom Sonnabend in Halberstadt, welches die Gastgeber gegen den SV Lok Oschersleben mit 31:27 gewannen.

Halberstadt l Trotz der Niederlage zeigte Oschersleben während des ganzen Spieles eine sehr gute kämpferische Einstellung und bot den Domstädtern eine offene Partie.

Vor den vielen mitgereisten Fans ist die Mannschaft selbstbewusst gestartet und ging mit 2:0 und 3:1 in Führung. Danach kamen die Hausherren besser ins Spiel und erkämpften den 3:3-Ausgleich. Es gelang jedoch keinem Team, sich entscheidend abzusetzen. Beide Abwehrreihen fassten entschlossen zu, so dass die Torausbeute Mitte der ersten Halbzeit gering war.

Oschersleben schließt Lücke mit Energieleistung

Erst die Auszeit der Gastgeber in der 18. Minute zeigte Wirkung. Durch Tore von Oliver Quegwer und Matthias Aschbrenner hatte sich das Team eine leichte Führung von 13:10 erarbeitet. Doch Oschersleben blieb dran, durch eine Energieleistung hatten die Bodestädter den Rückstand bis zum Seitenwechsel auf ein Tor wettgemacht, mussten doch vom SV Lok in den ersten 30 Minuten dieser Spitzenbegegnung schon fünf Zeitstrafen kompensiert werden. So ging es mit einer knappen Führung von 15:14 für die Hausherren in die Kabine.

Die zweite Halbzeit sollte angesichts der Entscheidungen der Schiedsrichter für die Gäste noch schwerer werden. Bekam der SV Lok doch während dieser Partie insgesamt vier rote Karten und 13 Zeitstrafen ausgesprochen. Nachdem gleich zu Beginn der zweiten Hälfte Florian Rudolph mit Rot belegt wurde, erhöhten die Gastgeber auf 17:14.

Lok kassiert vier Rote Karten und 13 Zeitstrafen

Der Tabellenführer ließ sich aber nicht abschütteln und kämpfte um jeden Ball. Unterstützt vom Oschersleber Fan-Block erzielte Daniel Bentsch in der 39. Minute den Anschlusstreffer zum 19:20. Der Lok-Sieben war der unbedingte Wille anzumerken, dass Ruder herum zu reißen. Die Tatsache, dass die Gäste nun zunehmend mit den Entscheidungen der Referees haderten, nutzten die Hausherren, um sich mit drei Toren abzusetzen 25:22 (49. Minute). Als jetzt nach Daniel Bentsch (42.) auch noch Dennis Fischer (49.) die rote Karte gezeigt bekam, war praktisch eine gesamte Aufbaureihe von den Unparteiischen aus dem Spiel genommen worden.

Das ständige Unterzahlspiel der Oschersleber nutzte der HT 1861 Halberstadt clever und gewann die Partie mit 31:27 Toren. Mit diesem Sieg sind die Halberstädter bis auf einen Punkt an den Tabellenführer SV Lok Oschersleben herangekommen.

SV Lok: Philipps, Günther - Rudolph 2 Tore), König (2), Müller (1), Röhler (1), Wesemeier (8), Dennis Fischer (1), Tino Fischer (5),Bentsch (5), Levec, Schwarz (2), Kutzner, Heyne.

Siebenmeter: 10/9, Zeitstrafen: 13, Rote Karte: 4.