Langenweddingen (sbr) l Auch in Landsberg steht die Null. Doch ehe der SV Langenweddingen am Sonntag seine nunmehr 44:0 Punkte feiern durfte, wartete ein hartes Stück Arbeit auf die Gäste. Angereist mit voller Kapelle waren die Voraussetzungen für einen weiteren Erfolg gut, doch der SVL tat sich schwer. Beide Teams befanden sich auf Augenhöhe und gestalteten die Partie ausgeglichen.

Der LHV legte stets vor, der SVL glich durch David Stolze und Christian Stark bis zum 5:5 jeweils aus. Nun wurde der Gast stärker. Matthias Scheller übernahm Verantwortung und ging dahin, wo es wehtat. Ebenso seine Nebenleute, egal ob Matthias Schröder oder Alexander Rohr, beide wurden immer wieder am Kreis in Szene gesetzt, meist aber mit Foulspiel gestoppt und mit Strafwurf belohnt. David Stolze vom Punkt und Christopher Ebert brachten jeweils die Führung, ehe Matthias Scheller im Doppelpack sogar auf 7:9 erhöhte.

Doch damit war die gute Phase erst einmal vorbei. Landsbergs Rückraumschütze Benny Bode drehte auf, war einfach nicht in den Griff zu bekommen. Elf seiner insgesamt 14 Treffer erzielte er bis zur Pause und brachte sein Team wieder nach vorn. Ein Tempospiel der Gäste war nicht möglich, die einfachen Kontertore zur Entlastung fehlten, allgemein wurde phasenweise zu passiv verteidigt. Stefan Schult verkürzte mit einem Strafwurf noch zum 14:13-Pausenstand.

Im Kabinengespräch baute SVL-Trainer Markus Deinert seine Jungs wieder auf. Matthias Scheller verteidigte nun gegen Landsbergs Torjäger Bode und nahm diesen quasi aus dem Spiel. Mario Seifert kehrte aufs Feld zurück und erzielte zwei wichtige Treffer nacheinander. Auch sein Auge für Matthias Schröder am Kreis tat dem SVL-Spiel gut, so dass sich die Gäste auf 14:16 absetzten. Die mögliche Vorentscheidung verpasste der SVL, weil allein drei Strafwürfe nicht ins Ziel fanden.

Stefan Schult kam für den erschöpften Kapitän Tim Heine aufs Spielfeld, zwei tolle Angriffsaktionen von ihm, schloss David Stolze zum 16:19 ab, ehe nach einer unglücklichen Abwehraktion die Partie für Stefan Schult mit Rot beendet war. Zum Glück steigerte sich nun das Zusammenspiel zwischen Abwehr und Torhüter Matthias Krüger. Der Vorsprung blieb bis zum 18:21 konstant.

Landsberg gab sich dennoch nicht geschlagen und kämpfte sich zurück. Der SVL leistete sich nun unnötige Fehler im Spielaufbau und musste mit ansehen, wie Landsberg fünf Minuten vor Spielende beim 21:21 der Ausgleich gelang. Die Halle stand Kopf. Drohte nun doch die erste Niederlage? Die Sülzetaler wollten das unbedingt verhindern. Mario Seifert nahm sich den Ball und hämmerte ihn zum wichtigen 21:22 in den Winkel. Hinten wurde verbissen gekämpft und Christopher Ebert traf zum 21:23. Der LHV verkürzte noch einmal. Die letzten 30 Sekunden waren angebrochen und der SVL in Ballbesitz. Trotz offensiver Gegenwehr wurde Mario Seifert perfekt freigespielt, welcher dann auch zum alles entscheidenden 22:24-Endstand traf. Landsberg kam zwar noch mal in Ballbesitz, doch der Ball landete im Seitenaus.

Markus Deinert zum Sieg: "Mir war klar, dass es in Landsberg ganz schwer werden würde. Auch wenn wir personell komplett waren, sind wir seit Wochen nicht richtig eingespielt. Wichtig war, dass wir nach der Pause das Spiel dominiert hatten. Den Sieg haben wir zum Schluss im Stile einer Spitzenmannschaft nach Hause gebracht. Ein Ziel ist bereits erreicht, jetzt haben wir noch vier Spiele, davon drei zu Hause. Ein weiteres Ziel somit noch möglich."

SV Langenweddingen: Krüger, Eisenkolb - Stolze (8 Tore), Stark (2), R. Schult, Bollmann, Schneider, Ebert (2), Scheller (2), Knoor, Schröder (2), Seifert (5), Heine (1), Rohr, S. Schult (2).