Alsleben (sgr) l Germania Wulferstedt steht wieder auf Platz drei, sicherte sich mit Geduld und Spucke einen knappen, aber verdienten 1:2-Sieg beim Abstiegskandidaten Rot-Weiß Alsleben. Der Trainerwechsel in Alsleben, der damit verbundene Schwung von zwei erfolgreichen Spielen in Serie und die Rückkehr des ehemaligen Routiniers Tomas Hora wurden bereits im Programmheft gepriesen, sollten den Gegner beeindrucken. Im Spiel war Alsleben dann auch kämpferisch engagiert, aber eher zahnlos.

Wulferstedt zeigte sich von Beginn an selbstbewusst, spielte mutig nach vorn. Bereits in der ersten Minute verfehlte Wolter knapp das lange Eck. Auch Alsleben versteckte sich nicht. Beide Mannschaften spielten mit offenem Visier. Kudyba schoss mit der Seite über den Kasten (9.) und Otto schloss aus 16 Metern schwach ab (13.). Jaffke zog für Germania aus 20 Metern stark ab, Huke lenkte den Knaller über die Latte (14.). Die Wulferstedter Führung bereitete Wolter vor. Er brachte den Ball lang in den Strafraum, Marcus Behrens setzte sich im Kopfballduell durch - 1:0 (20.). Der Treffer brachte Wulferstedt Sicherheit. Frick steckte schön für Jaffke durch, der wollte abziehen, aber ein Fuß kam noch von hinten und blockte den Schuss (37.). Die letzten Minuten vor der Pause gehörten dem Gastgeber, der jetzt mächtig Wind machte, aber vor dem Tor eindeutig zu harmlos blieb.

Nach Wiederanstoß gleich die Riesenchance für Frick, das 2:0 zu machen. Jaffke legte schön von der Grundlinie zurück, doch der frei anlaufende Routinier verfehlte das Tor um einen halben Meter (47.). Im Gegenzug versiebte Alslebens Tomas Vavra eine erstklassige Kopfballchance (48.). Die zwischenzeitliche Umstellung in den Wulferstedter Reihen half den Gästen nicht weiter.

Plötzlich sehr nervös verlor Germania die Ordnung. Alsleben nutzte das und schnürte die Gäste ein. Vor dem Tor aber war für Rot-Weiß weiterhin "tote Hose". Es musste der 30-Meter-Schuss von Lorenz in den Winkel her, um den Ausgleich zu erzielen (58.) - ein Tor mit Ansage!

Wulferstedt stellte wieder zum alten System um. In der 68. Minute betrat Philipp Jekal nach dreijähriger Spielpause wieder den Landesklasse-Rasen. Wie sollte es anders sein, ihm war der Siegtreffer vorbehalten. René Jahn rettete an der Grundlinie einen verunglückten Torschuss von Ralf Jaffke, bog den Ball aber auch gerade so recht wie schlecht herum. Der Ball rollte zum kurzen Pfosten parallel zur Torlinie, wo Jekal nur noch einnetzen musste (76.). Gleich darauf vergab Wolter verheißungsvoll die Entscheidung zum 3:1 (77.). In der Schlussphase noch eine Eckenserie für Alsleben, wobei Martin Schrader ganz wichtig auf der Linie klärte. Schiedsrichter Daniel Kleist kam mit nur einer Gelben Karte aus.

Germania Wulferstedt: Sievers - Behrens, Charwat (73. Köhler), Buchholz, Schrader, Frick (68. Jekal), Reimann, Dreyer, Jahn, Wolter, Jaffke.

Torfolge: 0:1 Behrens (20.), 1:1 Lorenz (58.), 1:2 Jekal (76.).

SR: Daniel Kleist (Frose); Z: 86.